Dorothee Feller
Noch einmal: Es geht uns nicht nur darum, das Screening durchzuführen, was an Schulen auch schon getan wird. Wir können uns auch darum kümmern, dass die Daten noch intensiver von der einen Institution – den Kindergärten – an die Schulen fließen. Aber entscheidend ist doch, dass man es, wenn Sie einen Förderbedarf feststellen, mit einer verpflichtenden Förderung hinterlegt. Das ist doch die Schwierigkeit, dass wir das organisieren müssen. Das ist das Entscheidende. Landtag (Vereinzelter Beifall von der CDU – Zurufe von Franziska Müller-Rech [FDP] und Marcel Hafke [FDP]) – Nein, das ist das Entscheidende. Das habe ich auch immer gesagt: Screening plus Förderung, das gehört zusammen. Es geht nicht darum, nur ein Screening zu machen und Daten zu haben. Es geht nur zusammen, wenn wir es auch anschließend mit einer verpflichtenden Förderung versehen. Und noch einmal: Es ist ein weiteres Modell. Zu den anderen Themenfeldern freue ich mich auf die Diskussion im Ausschuss; denn das gehört doch auch zur Wahrheit: Wir reden über Sprachauffälligkeiten. Davon zu unterscheiden sind die Sprachstörungen. Uns geht es jetzt erst einmal um die Sprachauffälligkeiten. Sprachstörungen werden therapeutisch gut versorgt. Wenn Sie mit Wissenschaftlern sprechen, werden Sie dort auch feststellen, dass es unterschiedliche Auffassungen gibt. Die sagen: Am besten ist es, schon in den ersten vier Lebensjahren mit einer Förderung anzusetzen, mit viereinhalb Jahren wäre es dann zu spät. Ich finde, wir sollten uns die Zeit nehmen, da gemeinsam gut draufzugucken und eine gute Lösung zu erarbeiten. Das ist etwas komplexer und geht nicht von heute auf morgen. Aber dazu bin ich gerne bereit. – Vielen Dank.
