Charlotte Quik
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein kluger Mensch hat einmal gesagt: (Dr. Dennis Maelzer [SPD]: Oh!) „Durch Worte lernen wir Gedanken, und durch Gedanken lernen wir das Leben.“ Frühkindliche Bildung und Sprachförderung sind heutzutage wichtiger denn je, weil jedes vierte Kind unabhängig von seiner Herkunft einen Förderbedarf hat. Dieser begründet sich nicht immer durch das soziale Umfeld, sondern oft auch durch zentrale Verarbeitungsstörungen. Nachdem die Ampel im Herbst vergangenen Jahres holterdiepolter angekündigt hat, die Mittel für die Sprach-Kitas zu streichen, ist die Landesregierung eingesprungen und seit dem 1. Juli 2023 in die Förderung dieser so wichtigen Einrichtungen eingestiegen. Dies ermöglicht die Fortsetzung der Arbeit in mehr als 1.300 Sprach-Kitas in Nordrhein-Westfalen. Hinzu kommen die mehr als 90 Fachberatungsstellen, die kontinuierlich und prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in den Sprach-Kitas unterstützen. Auch das zeigt: Unsere Kinder stehen im Mittelpunkt der Politik dieser Landesregierung. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN) Wir lassen sie, ihre Familien und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sprach-Kitas nicht im Regen stehen. Liebe Kolleginnen und Kollegen von der FDP, die zentrale Forderung Ihres Antrags regelt bereits § 19 des Kinderbildungsgesetzes zur Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrags für eine kontinuierliche Förderung der sprachlichen Entwicklung. Das KiBiz fordert, dass die Sprachbildung ein alltagsintegrierter und wesentlicher Bestandteil der frühkindlichen Bildung sein muss. Ein klarer konzeptioneller Rahmen ist damit vorgegeben. Auch muss der Träger der Tageseinrichtung im Rahmen einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung auch in Bezug auf die Qualifizierung des Personals dafür Sorge tragen, dass die alltagsintegrierte Sprachbildung aller Kinder Landtag mit sprachlichem Unterstützungsbedarf verbindlich sichergestellt wird.
