Dr. Martin Vincentz
Vielen Dank. – Sehr geehrter Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Hunderttausende Menschen dort draußen haben Ihnen vertraut, haben es geglaubt, als der Gesundheitsminister im Bund sagte, diese Impfung sei völlig nebenwirkungsfrei. Das ist natürlich eine absurde Landtag Aussage, weil jeder weiß, dass kein Medikament gänzlich nebenwirkungsfrei ist. Viele andere wiederum haben sich treiben lassen, wollten sich nicht mehr als „asoziale Trittbrettfahrer“, wie ein berühmter Fernseharzt sagte, oder von einer Komödiantin im ZDF als „Blinddarm“ bezeichnen lassen. Sie wollten sich nicht mehr ausgrenzen lassen, nicht mehr entmenschlichen lassen und haben sich deswegen zur Impfung durchgerungen, obwohl sie vielleicht ein schlechtes Bauchgefühl dabei hatten. Heute gibt es in Deutschland fast 9.000 Menschen, die um ihr Recht kämpfen, entschädigt zu werden – entschädigt, weil sie der festen Überzeugung sind, dass diese Impfung ihnen schweren Schaden zugefügt hat. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Jeder weiß, dass das Paul-Ehrlich-Institut das Ganze nicht systematisch vernünftig erfasst. Jeder weiß, dass die vielen niedergelassenen Hausärzte keine Zeit dafür haben, all diese Probleme vernünftig aufzuschreiben. So geht selbst genannter Fernseharzt Hirschhausen in einer ARD-Dokumentation nach eigenen Berechnungen davon aus, dass wahrscheinlich eher bei 98.000 Menschen schwere Nebenwirkungen in der Bundesrepublik Deutschland auftreten. Pfizer selbst wiederum hat bis August 2022 1,6 Millionen schwere Nebenwirkungen weltweit erfasst. Davon betroffen sind 73.000 Gefäßerkrankungen, 696.000 Nervenerkrankungen, 60.000-mal war das Auge betroffen, 47-mal das Ohr bzw. das Hören, 225.000-mal Haut und Gewebe, 178.000-mal die Fortpflanzungsorgane, 190.000-mal die Atemwege, 77.000-mal die Psyche, 127.000-mal das Herz, 100.000-mal das Blut. Hinzu kommen 3.700 Tumore. Und niemand weiß genau, warum. Das wird überhaupt nicht vernünftig untersucht. Sie wissen nur, dass es in einem zeitlichen engen Zusammenhang mit der Impfung steht. Das Recht allerdings darauf, dies anerkannt zu bekommen, ist ein bisschen anders als bei den Coronatoten. Als Coronatoter galt jeder, der mit einem schweren Herzinfarkt ins Krankenhaus kam und bei dem zufällig festgestellt wurde, dass er COVID positiv war – auch noch unter Omikron, auch noch unter ganz einfachen und milden Verläufen. Auch dort wurde jemand noch als Coronatoter gezählt, der einfach so als Nebendiagnose Corona aufwies. Als Coronatote wurden teilweise diejenigen gezählt, die nach einer COVID-Infektion gesund entlassen wurden und dann, im Alter von 87 Jahren, sechs Wochen nachdem sie geheilt aus dem Krankenhaus entlassen wurden, zu Hause verstorben sind. Das war auch ein COVID-Toter. Bei Impfschäden ist das etwas anders. Da müssen Sie beweisen, dass es tatsächlich an der Impfung liegt und nicht an irgendetwas anderem. Der 15- 16.06.2023 Jährige, der auf dem Fußballplatz eine schwere Herzrhythmusstörung erleidet, muss beweisen, dass es nicht an irgendetwas anderem lag. Vielleicht hatte er eine andere Virusinfektion, die dazu führte. Der ältere Mann, der eine Sinusvenenthrombose bekommt: Vielleicht gab es ja andere Gründe, weswegen er daran litt. – Die Frau, die nach der Impfung plötzlich im Rollstuhl landet: MS bei jungen Frauen, das liegt ja auf der Hand. Dort zu seinem Recht zu kommen, ist also sehr schwierig. Wenn selbst der Vorsitzende der STIKO, Mertens, in einem Interview sagt, dass man vielleicht besser den Zusammenhang mit der Impfung verschweigt, um das weiter bezahlt zu bekommen, um in der Praxis vernünftig behandelt zu werden, dann läuft hier in diesem Land etwas gewaltig schief. Nicht umsonst hat der Virchowbund dazu aufgerufen, dass wir bessere Meldestellen, bessere Erfassungsmethoden entwickeln und als Politik vorschlagen, um diesen Menschen, die sich von Ihnen in Teilen zu einer Behandlung, die sie unter Umständen gar nicht wollten, haben drängen lassen, endlich zu ihrem Recht zu verhelfen. Es geht an dieser Stelle also nicht nur darum, dass wir endlich systematisch der Wissenschaft gerecht werden und dafür sorgen, dass Nebenwirkungen endlich systematisch erfasst werden, sondern es geht auch darum, dass wir als Politik – insbesondere Sie – das Vertrauen der Bürger wieder zurückgewinnen können. Deswegen haben wir heute einen Antrag gestellt, damit Sie auch hier im Land Nordrhein-Westfalen, wie es in anderen Ländern längst der Fall ist, neutrale Meldestellen einrichten, an die sich Menschen wenden können, die den Eindruck haben, dass ihnen nach der Impfung Leid widerfahren ist, dass sich ihr Leben nach der Impfung verändert hat, dass es nach der Impfung einen bunten Strauß an Symptomen gegeben hat. Das Post-Vac-Syndrom muss genau so erfasst werden wie Post-COVID. In der neutralen Meldestelle müssen Impfschäden systematisch erfasst werden. Dort finden die Menschen einen Ansprechpartner und werden von diesem Staat nicht weiter alleingelassen. Das wäre das Mindeste, was Sie an dieser Stelle tun können. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)
