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Christian Loose

AfD 14.06.2023 Sitzungen 18/36

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Regierung will, dass alle Abstandsregeln für Windindustrieanlagen wegkommen und dass die Windindustrieanlagen, 250 m hoch, immer näher an die Häuser der Bürger heranrücken. 14.06.2023 Was das heißt, wissen seit letzter Woche die Bürger im kleinen Ort Houverath, einem Vorort von Erkelenz. Drei Windindustrieanlagen, 220 m hoch, stehen dort bereits, wenige Hundert Meter von diesen Häusern entfernt. Jetzt soll eine vierte Anlage dorthin. Die Einfamilienhäuser der Anwohner stehen nur knapp 600 m davon entfernt – von einer 220 m hohen Monsteranlage. Das ist ein Skandal, meine Damen und Herren! (Beifall von der AfD) Selbst diese Abstände von nicht einmal 600 m sind der klimapolitischen Einheitspartei Deutschlands, also SPD, Grüne, CDU und FDP, noch zu viel. Sie wollen alles streichen. Die Ampelparteien haben die Abstände auf Bundesebene bereits weggenommen. Jetzt will die grüne CDU hier im Land nachziehen. Abstand: 0 m von der Windkonzentrationsfläche. Passen Sie auf, was Windkonzentrationsfläche künftig heißt. Die Landesregierung hat das im Landesentwicklungsplan als sogenannte Rotoraußenfläche definiert. Das heißt, nur der Mast muss innerhalb der Flächen stehen, die Rotoren – in Erkelenz immerhin mit einem Durchmesser von 140 m – können auch außerhalb dieser Flächen schlagen und schlagen. Insbesondere die Kollegen hier, die auf dem Land wohnen: Schauen Sie sich jetzt gut um. Ihre Kollegen wollen unsere Landbevölkerung in NRW für die Windindustrieanlagen opfern. Es sind Ihre Kollegen hier, die in NRW verbrannte Erde hinterlassen wollen: Keine Abstände und bereits im Jahr 2025 sollen mehr als 61.000 ha an Flächen für Windindustrieanlagen freigegeben werden. Und was einmal freigegeben worden ist, gilt für die Windlobby als juristisch gesetzt. Auch bei einer Abwahl von Grünen und CDU sind die Genehmigungen bereits erteilt. Man kann dann zwar noch den Bau mit einer neuen Regierung stoppen, aber dann sind alle Projektierer zu entschädigen. Das Projekt „Verbrannte Erde“ kennt man aus dem Mittelalter. Da haben Kriegsherren die Felder verbrannt, damit die Bevölkerung verhungert. (Zuruf von den GRÜNEN) Und genau diese Methode, lieber Kollege, findet sich in den Konzepten der Landesregierung wieder: Äcker, die nicht mehr für den Nahrungsmittelanbau genutzt werden können, Wälder, die nicht mehr als lokale Lunge der Region genutzt werden können. Denn diese Äcker, diese Wälder werden demnächst für die Industrieanlagen der Windlobby geopfert. Nach dem Angriff der KED, also der Klimapolitischen Einheitspartei Deutschlands, auf die Eigenheimbesitzer über den Heizungshammer folgt jetzt der Angriff der Klimapolitischen Einheitspartei Deutschlands über Tausende Windindustrieanlagen. (Zuruf von den GRÜNEN) Landtag Wissen Sie eigentlich, Herr Kollege, was diese mehr als 61.000 ha für Windindustrieanlagen bedeuten? Ist das viel? Ist das wenig? Und was bekommen wir dafür an Strommenge? Machen wir doch mal einen Vergleich. Das Land NRW will mehr als 61.000 ha Fläche für diese Monsteranlagen opfern, um dort bis 2030 12 GW an Leistung zu installieren. Sie können bei 1.800 Volllaststunden 21,6 Terrawattsunden pro Jahr produzieren. Das hört sich viel an! In Lingen steht das Kernkraftwerk Emsland. Es hat eine Leistung von 1,4 GW. Damit können bei 8.000 Volllaststunden 10,8 Terrawattstunden produziert werden. Das ist die Hälfte aller Windindustrieanlagen in NRW zusammen – übrigens der, die erst 2030 stehen sollen, nicht der, die schon da sind. Wissen Sie, wie groß die Betriebsfläche für das Kernkraftwerk in Lingen ist? Sie beträgt nicht 60.000 ha, sondern 60 ha, meine Damen und Herren! 60 ha! Das heißt: Sie, Frau Neubaur, und Ihre Kollegen aus der Klimapolitischen Einheitspartei Deutschlands verschandeln hier mehr als 61.000 ha Land mit Ihren Windkraftmonstern, anstatt einfach nur zwei Kernkraftwerke zu bauen. Das zeigt, wie wenig Ihnen wirklich an einer CO - neutralen Stromerzeugung liegt. Es geht einzig darum, die Freunde aus der Windlobby mit Aufträgen zu versorgen. Es geht darum, Studienabbrecher – das ist Ihre neue Jugend, die Sie mit entsprechender Bildung heranziehen wollen – mit Posten als Klimahüpfer, Klimabotschafter und anderem Tinnef zu versorgen. Meine Damen und Herren, was ist eigentlich schlimmer: von Dummen oder von Fanatikern regiert zu werden? Meine Damen und Herren, ich sage es Ihnen: Es ist viel schlimmer, von dummen Fanatikern regiert zu werden. (Beifall von der AfD) Kommen wir zur Landesregierung NRW. Frau Neubaur hat bestimmt diese sogenannte Energiewende auf ein Fundament handfester Daten aufgebaut, oder? Deshalb weiß eine solche Landesregierung, also eine Frau Neubaur, bestimmt, wie viel Sand und Kies, also Beton, man für ein normales Windrad benötigt. Ich muss Sie da leider enttäuschen: Wir haben die Landesregierung gefragt, doch die Landesregierung, in persona Mona Neubaur – hören Sie da ruhig zu –, weiß es schlicht nicht. Nun gut, für diese erzwungene Energiewende braucht man auch Autobahnbrücken, über welche die riesigen Lkw fahren sollen, um die Windräder zu bringen. Deshalb wollten wir von der Landesregierung wissen, wie viel Sand und Kies, also Beton, man zum Beispiel für eine Rahmedetalbrücke braucht. Ihr 14.06.2023 Kollege sitzt ja nebenan. Der müsste das sicherlich wissen. Doch ich muss Sie da leider enttäuschen: Die Landesregierung in persona Mona Neubaur weiß es schlicht nicht. Wir reden hier über eine Landesregierung, die den Abbau von Sand plant … (Zuruf) – Sie weiß es nicht. Wir haben das gefragt, Herr Kollege. Die Antwort war: Sie wissen es nicht. Wir reden hier über eine Landesregierung, die plant, den Abbau von Sand und Kies in NRW zu reduzieren, die aber nicht mal weiß, wie viel Sand und Kies die Landesregierung für die staatlichen Bauprojekte Windindustrieanlagen und Brücken braucht. Aber es geht noch weiter, Herr Kollege. Wir haben die Landesregierung gefragt, wie viel Fläche denn durch eine Windindustrieanlage verbraucht wird. Sie ahnen es: Frau Mona Neubaur weiß es schlicht nicht; sie kann die Frage nicht beantworten. Diese Frau gibt der Windindustrie tatsächlich mehr als 61.000 ha an Fläche, obwohl sie nicht mal weiß, wie viel Fläche eine einzige Windindustrieanlage braucht! Ich sage es Ihnen: Das Schlimmste sind dumme Fanatiker! (Beifall von der AfD) Die Landesregierung hat es ja gezeigt: (Zuruf von den GRÜNEN) – Herr Kollege, Sie können die Fragen und Antworten alle nachlesen! Die Landesregierung ist völlig ahnungslos, was das betrifft. Sie konnte keiner dieser Fragen beantworten. Auch wenn die Landesregierung anscheinend völlig ahnungslos ist, was die technischen Grundlagen betrifft, so hindert sie das nicht daran, unser Land zu zerstören. Dabei geht es nicht nur um die schleichende Abwanderung unserer Industrie aufgrund der hohen Strompreise. Es geht nicht nur um den Wegfall der Arbeitsplätze in diesen Betrieben, nein, es geht in diesem Fall auch um unsere Bürger, die in der Nähe von diesen Windindustrieanlagen leben müssen. Denn die Belastung dieser Menschen ist groß; die Fakten dazu liegen auf dem Tisch: Infraschall und Schlagschatten mit dem bekannten Discoeffekt werden die Gesundheit der Bürger ruinieren. Daneben gibt es dann noch die optische Bedrängung der Bürger durch immer näher kommende Windkraftanlagen von gut 250 m Höhe. Und so hat das RWI – Leibniz-Institut … (Zuruf von den GRÜNEN) – Herr Kollege, Sie wohnen wahrscheinlich in der Stadt. Sie waren noch nie in der Nähe und haben dort gewohnt. So hat das RWI – Leibniz-institut für Wirtschaftsforschung ermittelt … Gehen Sie mal zu den Bewohnern in Erkelenz, in Houverath, und hören Sie, Landtag was die 600 m von der Windkraftanlage entfernt sagen. So hat das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung ermittelt, dass Immobilien, die weniger als 1.000 m von Windindustrieanlagen entfernt stehen, einen Wertverlust von 23 % erleiden. Das ist übrigens ein Institut, das Gelder von der Landesregierung bekommt, also kein Institut, das der AfD nahesteht. Dieses Institut hat diese Zahlen ermittelt. Und in Houverath stehen die Anlagen nicht mal 600 m entfernt. Das bedeutet in einigen Fällen den Totalverlust für diese Eigentümer. Das heißt, die Eigentümer sind schon beteiligt an der Energiewende, nämlich mit dem Verlust ihrer Heimat. Klar, wir wissen, dass viele hier Infraschall leugnen. Aber warum wollen die Bürger denn lieber keine Häuser in der Nähe der Windindustrieanlagen kaufen, wenn das alles so harmlos ist? Und was passiert eigentlich bei einem Brand? Im Kreis Paderborn flogen bei einem Unfall am 8. März 2018 die Teile über 800 m weit. Ein über 800 m großer Umkreis war dort mit unzähligen Glasfaserpartikeln kontaminiert. Die damalige Windindustrieanlage vom deutschen Hersteller Enercon war 200 m hoch – die heutigen sind sogar noch höher. Nun werden in Erkelenz schon Windindustrieanlagen gebaut, die weniger als 600 m an die Wohnbebauung herankommen, also schon in unmittelbarer Reichweite eines brennenden Windrads. Die grüne CDU geht noch weiter: Sie will sämtliche Abstandsregeln streichen. Diese Klimapolitik der Landesregierung und der Klimapolitischen Einheitspartei Deutschlands ist eine Politik gegen unsere Bürger. Dagegen müssen wir uns mit allen parlamentarischen Mitteln zur Wehr setzen. Wir als AfD sind bereit, für unsere Bürger zu kämpfen. Denn wir stehen für Freiheit, Wohlstand und Vernunft. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

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