Dr. Jan Heinisch
Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Die Schulleitungen, aber auch die Schülerinnen und Schüler an unseren Schulen, die Fachwelt, viele Verbände, wir alle eigentlich in diesem Parlament sind uns einig, wenig überraschend, dass der Lehrkräftemangel in Zukunft die größte Herausforderung ist, der wir uns im System Schule widmen. Eine Patentlösung gibt es dafür nicht; zu vielfältig sind die Einflussfaktoren auf diesen Fachkräftemangel im System Schule. Damit die Unterrichtsversorgung aber auch zukünftig gesichert ist, verspricht nicht ein einzelner Lösungsansatz am Ende die Erfolge, sondern es bedarf eines breiten Maßnahmenbündels, um dem Fachkräftemangel im Schulbereich zu begegnen. Vor allem im Schulsystem müssen Maßnahmen gut aufeinander abgestimmt sein, müssen gut miteinander verzahnt sein, damit am Ende auch eine Lösung für dieses Problem steht. Die Landesregierung und unsere Zukunftskoalition aus CDU und Grünen nimmt sich dieser Problematik an. Deshalb wurde aus gutem Grund in unserem Zukunftsvertrag die Verbesserung der Unterrichts-09.03.2023 versorgung zu einem der großen Schwerpunkte unserer Bildungspolitik erklärt. Ein großes Lob gebührt an dieser Stelle unserer Ministerin für Schule und Bildung, Dorothee Feller, und ihrem Team im Ministerium, denn die Landesregierung hat umgehend nach der Regierungsübernahme ein Handlungskonzept Unterrichtsversorgung erarbeitet, das einen gemeinsamen Weg für diejenigen weist, die im System arbeiten, aber auch für diejenigen, die in dieses System, wenn es nach unserem Willen geht, noch hineinfinden sollen. Hier müssen wir alle Potenziale nutzen. Dabei geht es am Ende nicht darum, mit allen Maßnahmen das Rad völlig neu zu erfinden, sondern mit dem maximal möglichen Einsatz um eine bessere Versorgung mit vielen kleinen Maßnahmen zu kämpfen, weil das System als solches durchaus in der Lage ist, zu funktionieren und dies auch über Jahrzehnte bewiesen hat. Das große Problem, was wir heute jedoch haben: Die Maßnahmen, die wir hier an den Start bringen, die die Regierung, aber auch die Zukunftskoalition auf den Weg bringen, wirken natürlich nicht mit einem Fingerschnips. Das heißt, wer Fachkräfte sucht, muss Fachkräfte heranbilden. Die Ausbildung der Fachkräfte soll qualitätsvoll sein, sie braucht Zeit, und insofern müssen wir auch an dieser Stelle dann sowohl kurzfristige, mittelfristige als auch langfristige Maßnahmen in den Blick nehmen, wenn wir wirklich etwas an der Versorgung verbessern wollen. Hier ist ein Lämpchen an.
