Andreas Keith
Vielen Dank, Herr Präsident. – Herr Reul, ich wollte eigentlich gar nichts zu Ihrem Redebeitrag sagen. Aber die Arroganz und Überheblichkeit, die gestern schon Herr Verkehrsminister Krischer an den Tag legte, haben Sie fortgesetzt. Das scheint sich dementsprechend im neuen Kabinett durchgesetzt zu haben. Wichtig ist mir allerdings – dazu hatte ich mich gemeldet –: Ich lasse mir als ehemaligem Leistungssportler und meiner Fraktion nicht unterstellen, dass wir den Sport missbrauchen oder dass wir hetzen und spalten würden. Sie wollten nicht zuhören, oder Sie haben nicht zugehört, Herr Rasche. Von Letzterem gehe ich mal aus. Hätten Sie zugehört, hätten Sie nämlich auch gehört, dass ich in meiner Rede mehrfach … Ich werde jetzt nur einen Satz zitieren: „Umso mehr verdient es hohe Anerkennung und Respekt, mit welcher Begeisterung und mit welchem Engagement sich immer noch so viele Menschen als Schiedsrichter engagieren.“ Zu sagen, wir würden das nicht respektieren oder versuchen, den Sport oder die Leistung der Ehrenamtler zu diskreditieren, ist unfassbar. Das habe ich nie gesagt, und das werde ich auch nicht tun. Ich schätze die Leistung der Ehrenamtler über alle Maßen. Zweitens. Wenn Sie hier sagen, alles sei in Butter und wunderbar, dann frage ich mich, warum die Aggressivität der Übergriffe dermaßen zugenommen hat, wenn es doch schon so viele tolle Programme gibt. Das ist eben nicht der Fall. Diese Programme zielen teilweise genau an den Symptomen vorbei. Solange Sie nicht bereit sind, diese Symptome anzuerkennen und entsprechende Handlungskonzepte aufzulegen, werden Sie weiterhin diese Brutalität gegen einzelne Personen und insbesondere gegen Schiedsrichter haben.
