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Berivan Aymaz

25.01.2023 Sitzungen 18/21

Ich danke Ihnen. – Für die Landesregierung spricht nun Minister Laumann. Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales: Kolleginnen und Kollegen! Ohne moderne Transfusionsmedizin wären viele Operationen, Behandlungen, die heute möglich sind, in dieser Form nicht durchführbar. Blut wird heute nicht mehr nur bei Fällen akuten Blutverlusts, wie zum Beispiel bei einem Unfall, benötigt. Mit der Zunahme des Fortschrittes in unserer hochtechnisierten Medizin steigt der Bedarf an Blut und den daraus gewonnenen Arzneimitteln immer weiter an. Landtag In Deutschland liegt der gesetzliche Sicherstellungsauftrag im Blutspendewesen bei den Blutspendediensten. Zwar gab es zum Jahreswechsel 2022/23 tatsächlich eine sich abzeichnende Verknappung der Blutkonserven, die im Wesentlichen aus einem außergewöhnlich hohen Krankenstand in der Bevölkerung, aber auch bei den Blutspendediensten resultierte, aber durch die umfangreichen medialen Aufrufe der Blutspendedienste konnte dem sich abzeichnenden Mangel unmittelbar entgegengewirkt werden. Laut Bericht des DRK war die Spendenbereitschaft nach den Aufrufen sogar so groß, dass ein historisches Hoch an Blutspenden verzeichnet wurde. Der im Rahmen des Antrages der AfD-Fraktion zitierte Engpass hat sich somit in dem dargestellten Umfang nicht realisiert. Dennoch machen mir die Berichte über die sich anscheinend veränderte Spenderstruktur durchaus Sorgen. Es scheint dabei sowohl Unterschiede zwischen Jung und Alt als auch zwischen Stadt und Land zu geben. Ich möchte betonen, dass ich die Unterstützung der Blutspendedienste als gesamtgesellschaftliche Aufgabe sehe. Jeder Bürgerin und jedem Bürger muss klar sein: Die moderne Medizin ist ohne Blutspenden nicht möglich. Blutspenden sollte zum bürgerlichen Leben dazugehören. Man sollte sich an Blutspendeterminen beteiligen, andernfalls werden wir auf Dauer die Blutkonserven für eine gute Krankenhausversorgung, für eine gute medizinische Versorgung nicht sicherstellen können. Es ist natürlich wichtig, dass wir Blutspendetermine immer stärker auch dort anbieten, wo die Menschen sind. Deswegen haben Frau Scharrenbach und ich uns noch einmal an die Kommunen gewandt, damit Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden, was aber in vielen Orten eine Selbstständigkeit ist. Wir müssen zusehen, dass wir auch in großen Unternehmen, in großen Behörden während der Arbeitszeiten Blutspendetermine anbieten. Ich appelliere an dieser Stelle auch an die Verantwortlichen in großen Verwaltungen, in großen Behörden aber auch in den Unternehmen, dies bitte zusammen mit den Blutspendediensten des Deutschen Roten Kreuzes zu organisieren, da wir dadurch auch an neue Spenderinnen und Spender kommen. Es ist außerdem wichtig, dass wir an die Jugend herankommen. Es ist wahr, dass man erst ab 18 Jahren spenden kann, aber wir haben zum Beispiel Berufsschulen, wo fast alle Schülerinnen und Schüler dieses Alter erreicht haben. Ich fände es gut, wenn in nordrhein-westfälischen Berufsschulen die Blutspende schlicht und ergreifend mit dazugehören würde, dort Blutspendetermine stattfinden und dadurch ganz gezielt junge Leute angesprochen würden. – Schönen Dank, für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU – Vereinzelt Beifall von den GRÜNEN – Unruhe) 25.01.2023

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