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Dr. Martin Vincentz

AfD 09.12.2022 Sitzungen 18/18

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Es ist schon ein wirklich unfassbar niederträchtiger Akt, der ein extremes Level an krimineller Energie voraussetzt, wenn sich ein Apotheker in Bottrop tatsächlich an krebskranken Personen bereichern wollte und auch bereichert hat. Es ist derart abwegig – wir legen so viel Vertrauen in gewisse Stellen in unserem Staat und in unser Gesundheitssystem –, dass man so etwas wahrscheinlich nicht abschließend verhindern kann. Umso mehr möchte ich mich an dieser Stelle bei dem Whistleblower bedanken, der seinen Chef, seinen Arbeitgeber hat auffliegen lassen, der das entdeckt hat, nicht mittragen wollte und an die Öffentlichkeit Landtag gegangen ist und der, glaube ich, ganz besonders unser aller Dank verdient hat. Was wir als Staat machen können, ist eine symbolische Anerkennung. Es wurde heute Morgen schon mehrfach gesagt: Niemand kann das Geschehene ungeschehen machen und sicherlich auch nicht wiedergutmachen, insbesondere mit keiner Zahlung dieser Welt. Was wir aber machen können, ist, das Leid anzuerkennen und mit einer möglichst unbürokratischen Hilfe an der Seite zu stehen. Es wäre gerade bei einem solchen symbolischen Akt allerdings schön gewesen, hätte man sich zu einem unpolitischen Zeichen, zu einem Zeichen des menschlichen Zusammenhaltes zusammenraufen können, um parteiübergreifend ein Zeichen zu setzen. Ich muss leider konstatieren, dass wir weit davon entfernt sind und es vielen immer noch wichtiger ist, Parteitaktik zu betreiben, als hier miteinander als Menschen zu stehen. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

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