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Dr. Martin Vincentz

AfD 08.12.2022 Sitzungen 18/17

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin zutiefst schockiert, wie in diesem Haus mit den Todesfällen umgegangen wird, wie man teilweise in völlig unangebrachten Wortbeiträgen auf ein wirklich immanentes und jetzt bestehendes Problem reagiert. Ich nehme da den Minister ausdrücklich heraus. Herr Laumann, es gibt Hitzetote, das ist so, aber man kann schon absehen, dass auch in diesem Jahr die Hitzetoten die Übersterblichkeit alleine nicht erklären. Es gab verschiedene große Hitzewellen, in denen es ähnliche Todesfälle gab. Es gibt Coronatote, und das steht auch in dem Antrag. Das wird man Ihnen ja so aufbereitet haben. Es besagen aber auch alle Quellen, dass es alleine an den Coronatoten eben nicht liegt, sondern wir darüber hinaus eine nicht zu erklärende Übersterblichkeit haben. Landtag Herr Blöming, Sie sagen, das sei ein globales Problem. Nein, das ist kein globales Problem, sondern das ist das Problem einer Reihe von vor allem westlichen Ländern. Es ist eben kein allumfassendes, globales Problem. Selbst wenn es eins wäre, wie beispielsweise auch Armut, dann ist auch Nordrhein-Westfalen, ein Land mit immerhin 18 Millionen Einwohnern, das so groß ist, wie einige Staaten auf diesem Planeten, durchaus in der Lage, mal selbst nachzufragen, was dort schiefläuft. Herr Bakum, ganz ehrlich: Ihr Gesundheitsminister hat in der Art und Weise, wie er auf eine Erkrankung geschaut und den Blick darauf verengt hat, nun wirklich den Zustand, der aktuell in den Kliniken vorherrscht, absolut mitzuverantworten. Dass Sie mir jetzt in dieser Art und Weise so etwas vorwerfen, als Mediziner unter Kollegen, (Rodion Bakum [SPD]: Sie sind nicht mein Kollege!) ist schon unredlich. Ich muss Ihnen sagen, mir persönlich ist es wichtiger, Menschenleben zu retten als die Karrieren von Politikerfreunden. (Beifall von der AfD)

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