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Lisa-Kristin Kapteinat

SPD 08.12.2022 Sitzungen 18/17

Herzlichen Dank. – Frau Präsidentin! Herzlichen Dank, Herr Minister Laumann. Ihnen ist es mit der Art und Weise, wie Sie gerade versucht haben, uns demokratischen Parteien die Hand zu reichen, geglückt, dass auch ich das, was ich mir zwischendurch bei den anderen Redebeiträgen aufgeschrieben haben, wieder zur Seite gelegt habe. Ich habe ein paar Sachen mitgenommen und möchte mit dem anfangen, bei dem ich ganz bei Ihnen bin. Auch ich glaube, dass es richtig und wichtig ist, dass Landtag man die Menschen lieb hat. Ich würde unterstellen, dass dies auf die Kolleginnen und Kollegen der allermeisten demokratischen Parteien zutrifft. Darüber hinaus erwähne ich einen zweiten wesentlichen Punkt. Es geht nicht nur ums Liebhaben, sondern auch ums Respektieren. Es geht darum, Achtung vor dem Einzelnen zu haben, und nicht darum, was der Einzelne geschafft hat. Es geht um seinen Weg, auf dem er durchs Leben geht. Ich bin froh, dass die allermeisten erkannt haben, dass es ein wichtiges Thema ist. Allerdings habe ich deutliche Unterschiede in der Art und Weise gesehen, wie man dieses Thema bewertet, ebenso bei den Punkten, von denen man überzeugt ist. Es gab in der Vergangenheit schon sehr konkrete Ansätze in diesem Bereich. Ich erinnere an das Projekt meines Kollegen Rainer Schmeltzer, ehemaliger Arbeitsminister, der Armutsbekämpfung durch Qualifizierung angegangen ist; das dürfte Ihnen sicherlich auch gefallen. Ein weiterer Punkt, der hängen geblieben ist: Falls im Münsterland an Weihnachten ein Priester ausfällt, kann man sich sicherlich vertrauensvoll an Sie wenden. (Beifall von Jule Wenzel [GRÜNE] und Rainer Schmeltzer [SPD]) Noch etwas, was für uns alle hier stehen bleiben muss – insofern fand ich es spannend, dass Sie selbst angesprochen haben, dass Sie sich bei dem Gedanken an die Armutskonferenz offensichtlich ein bisschen unwohl fühlen –: Wenn wir uns diejenigen anschauen, die auf der Einladung stehen, dann finden wir dort einen Oberbürgermeister, eine Journalistin, einen Vertreter der Verbraucherzentrale, den Vorsitzenden des Paritätischen, einen Vertreter des Landeskirchendienstes und den Präsidenten der Unternehmerverbände. Das sind sicherlich Menschen, die mit Menschen zu tun haben, die arm sind. Aber das sind nicht diejenigen, die selbst betroffen sind. (Beifall von Lena Teschlade [SPD]) Eine Armutskonferenz tut bestimmt nicht weh, aber für uns ist es schon sehr wichtig, dass es nicht bei Lippenbekenntnissen bleibt. (Beifall von der SPD) Einige Reden, die hier gehalten worden sind, haben sich viel mit Zahlen beschäftigt, haben viel drum herumgesprochen, waren aber nur wenig konkret. Es hätte bereits jetzt im Haushalt und im Nachtragshaushalt die Möglichkeit gegeben, sehr konkret gegen Armut vorzugehen. Denn es ist ja nicht so, als hätten wir einen Erkenntnismangel. Vielmehr mangelt es an Handlungen, und daher dürfen wir nicht länger warten. (Beifall von der SPD) 08.12.2022 Eigentlich wollte ich mir das klemmen, aber doch noch ein letztes Wort: Wir alle durften gestern in den Medien verfolgen, wofür die AfD steht. – Ich denke, weiterer Worte bedarf es dazu nicht. (Beifall von der SPD)

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