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Sven Werner Tritschler

AfD 07.12.2022 Sitzungen 18/16

Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Nicht nur dem Außenstehenden mag es komisch vorkommen, dass sich die Steuerzahler in diesem Bundesland neben der milliardenschweren Medienanstalt WDR, der zweitgrößten Europas, auch noch eine eigene Medienpolitik aus Steuermitteln leisten. Erfolg wird hier, zum Glück für die Beteiligten, nicht gemessen. Beispiel: Filmförderung. Man könnte meinen, dass nach jahrzehntelanger teurer Filmförderung ab und an mal einen Film herauskommen würde, der international konkurrenzfähig wäre. Aber eher das Gegenteil ist der Fall. Inzwischen werden deutsche Produktionen meist zu über 50 % aus Steuermitteln gepäppelt, um überhaupt irgendwie bestehen zu können. Jemand hat es in der Presse treffend kommentiert: Die deutsche Filmförderung ist so etwas wie Hartz IV für Filmproduzenten. Das alles ist auch kein Wunder, wenn man sich ansieht, nach welchen Kriterien gefördert wird. Da stehen nämlich nicht der Zuschauer und dessen Interessen im Mittelpunkt, sondern Ideologie: Filme als Mittel der Volkserziehung, die bestenfalls hoch subventioniert jemanden finden, der sie überhaupt zeigen will. Die schwarz-grüne Landesregierung legt da noch nach. Ich zitiere aus dem Koalitionsvertrag: „Bei der Vergabe der Fördermittel aus der Filmund Medienstiftung setzen wir uns dafür ein, für Filmproduktionen die Förderkriterien um nachhaltige Arbeitsweisen sowie die Einhaltung […] von Diversität bei Produktionen zu erweitern.“ Also, liebe Filmproduzenten: Fördergeld von Herrn Liminski gibt es in Zukunft nur noch, wenn die vegane, nichtbinäre Hauptdarstellerin mit Migrationshintergrund ihren Müll ordentlich trennt und wenn am Set eine Maximaltemperatur von 19 Grad Celsius nicht überschritten wurde. 07.12.2022 Was das Publikum von solchen Diversity-Auswüchsen hält, kann man meistens an den Kinokassen und den Zuschauerzahlen ablesen. Da gab es zum Beispiel den Flop mit den gendergerechten Ghostbusters oder, ganz aktuell, Amazons Tolkien-Schändung unter dem Titel „The Rings of Power“. Keiner will es sehen; keiner schaut es. Aber damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Das Land NRW fördert aus dem Medienhaushalt auch zum Beispiel die sogenannte Ma-Lisa Stiftung für Studien zur Sichtbarkeit und Vielfalt im TV. Wer sich wundert, was die ganzen sogenannten Genderwissenschaftler eigentlich machen, muss sich nur diese Studien anschauen. So wird zum Beispiel ermittelt, dass Songs von rein weiblichen Urheberinnen in den Charts zu wenig vertreten seien. Als Lösung werden gendergerechte und diversitätsorientierte Förderrichtlinien und geschlechtergerechte Playlists vorgeschlagen. Bei den Geschlechterdarstellungen im Fernsehen wurde ermittelt, dass schwule Männer etwa doppelt so häufig vorkommen wie lesbische Frauen, wohingegen bisexuelle Frauen gegenüber den bisexuellen Männern überrepräsentiert seien. Und überhaupt nur ein halbes Prozent der Darsteller ist nichtbinär. Besonders breitgemacht hat sich das Patriarchat aber offensichtlich im Kinderprogramm. So messen die sogenannten Genderforscher nur eine weibliche auf vier männliche Hauptfiguren. In der Fantasiewelt – noch schlimmer – kommen auf eine weibliche Tierfigur sogar ganze neun männliche. Und noch schlimmer: Tierfiguren mit internationaler Familiengeschichte und LSBTIQ-Tierfiguren kommen überhaupt nicht vor. (Heiterkeit von Markus Wagner [AfD]) Die deutsche Förderbürokratie hat also noch viel zu tun, bis deutsche Produktionen endgültig frei von Diskriminierung – und bis dahin wahrscheinlich auch frei von Zuschauern – sind. Schließlich noch ein Satz zur Gamesförderung: Es ist grundsätzlich zu begrüßen, dass die Landesregierung die Mittel für die Gamesförderung (Unruhe – Glocke) aufwachsen lässt. Da diese aber nach denselben Kriterien und Mechanismen gewährt wird wie die Filmförderung, erwarten wir auch hier keinen Erfolg. Auch hier würde uns weniger Ideologie, sondern stattdessen eine marktgerechte, am Konsumenten orientierte Förderung vorschweben. Linksgrüne Volkspädagogik, auch durch schwarze Minister, lehnen wir allerdings ab und werden dem Haushalt daher an diesem Punkt auch nicht zustimmen können. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD) Landtag

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