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Andreas Keith

AfD 23.11.2022 Sitzungen 18/14

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Deutschland leistet sich mehr als 200 Professuren für eine Pseudogenderforschung; über 60 davon allein in Nordrhein-Westfalen. Damit gibt es in unserem Bundesland mehr Genderlehrstühle als in Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg und Hamburg zusammen. Am laufenden Band fabrizieren solche Lehrstühle Verschwörungsmythen eines allesbeherrschenden Patriarchats, dem man sich nicht entziehen könne. Oder sie gehen bedeutenden Fragestellungen nach wie zum Beispiel an der Universität Magdeburg, wo man mit einer Gastprofessur zwei Jahre lang erkundete, wie geschlechtsneutral Elektroautos sind. Der Flut an sogenannten Genderexperten steht anderswo klaffender Personalmangel gegenüber, egal 23.11.2022 ob im Handwerk, in der Pflege, Gastronomie, im Hotelgewerbe, bei der Post, Bahn, in der Schule oder Kita. Allein in Schulen fehlen bundesweit bis zu 40.000 Lehrer – vom einstigen Wirtschaftswunderland und Exportweltmeister zur Mangelrepublik in nur einer Generation. Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen der etablierten und selbst ernannten demokratischen Parteien, das muss man erst einmal hinkriegen – frei nach dem Motto der ehemaligen Bundeskanzlerin: Wir schaffen das. Wen wundert es da, dass es mit der Infrastruktur seit Jahren bergab geht. Die Daseinsvorsorge steht in vielen Kommunen auf der Kippe. Der Mangel an modernen und für den Schwimmunterricht geeigneten Bädern liegt nicht nur an der katastrophalen Haushaltsführung vieler Kommunen, die dafür sorgt, dass alle vier Tage ein Schwimmbad dauerhaft schließt, sondern auch an fehlendem qualifizierten Personal und fehlenden Wissenschaftlern, die sich ausschließlich mit Bäderbetrieben und Bäderplanung befassen. Planung, Betrieb und Bau von Schwimmbädern erfordern wissenschaftlich ausgebildete Fachkräfte, die im Bauwesen, Management, in der Architektur, Statik, Lüftungs- und Wärmetechnik geschult worden sind. Da sich aber diese Art von Fachkräften in der Regel nicht zu uns aufmacht, muss sie hier vor Ort ausgebildet werden. Dafür braucht man auch entsprechende Professuren. Aber wie viele Professoren haben wir in Nordrhein-Westfalen, die sich hauptsächlich mit Bäderbetrieben oder Bäderplanung beschäftigen? Die Antwort lautet: keinen einzigen. Wie viele Lehrstühle haben wir für dieses Fachgebiet in Deutschland? Die Antwort lautet wieder: keinen einzigen. Wie viele Studiengänge existieren hierzulande, die sich der Fachdisziplin „Sportstättenplanung“ widmen? Die Antwort lautet auch hier: keinen einzigen. Ich erinnere noch einmal daran, dass wir uns über 200 Genderlehrstühle für eine Pseudowissenschaft in Deutschland leisten. Was für ein krasses Missverhältnis! (Beifall von der AfD) Ganz anders sieht es in den USA aus. An vielen US-Universitäten ist die Fachrichtung „Pool Design“ fester Bestandteil des Studiengangs „Bauingenieurwesen“. Landesweit stehen den US-Amerikanern ca. 309.000 öffentliche Schwimmbäder zur Verfügung. In Deutschland gibt es weniger als 6.000 – Tendenz fallend. Auf die Einwohner bezogen haben die USA somit 14 Mal mehr Bäder als wir. Anstatt also Millionen für die Pseudogenderforschung zu verpulvern, die junge Leute im besten Fall für staatliche Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ausbildet, wäre es vernünftiger und zielführender, dieses Landtag Geld in den wissenschaftlich-technischen Nachwuchs zu investieren. Wir fordern daher die Landesregierung auf, die Einrichtung eines Lehrstuhls für Schwimmbäderbetriebe und Schwimmbäderplanung bzw. für Schwimmbadarchitektur an einer Fachhochschule oder Universität zu prüfen, damit eine entsprechende Forschung aufgebaut werden kann. Denn nur so kann der Bedarf an Fachleuten aus der Wissenschaft für die betriebswirtschaftliche Optimierung und Bedarfsplanung der für die Schwimmausbildung verfügbaren Wasserflächen erfüllt werden. So stärkt man Forschung und Entwicklung. So bleibt man international konkurrenzfähig. So sichert man die Schwimmfähigkeit unserer Kinder und die Daseinsvorsorge unserer Bürger. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

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