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Prof. Dr. Daniel Zerbin

AfD 02.11.2022 Sitzungen 18/11

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! In der Zeit der Coronapandemie konnte die Arbeitnehmerweiterbildung durch ein Onlineangebot aufrechterhalten werden. Damit konnte gerade im Bildungssektor nach einer Phase der Anpassung fast nahtlos an die coronalose Zeit angedockt werden. Die Kombination aus Digitalisierung und bekannten Konzepten wie dem selbstorganisierten Lernen haben durch den erzwungenen Fernunterricht einen großen Schritt nach vorne gemacht. Auch wenn Onlineschulungen nicht jedermanns Sache sind, so ist die Digitalisierung von Unterricht ein wichtiger Baustein in Richtung Zukunft. Insbesondere die Kompetenz, eigenständig Lernprozesse zu strukturieren, zu ordnen und zu organisieren, ist für Berufstätige zur Bestehung der Herausforderungen, die die sogenannte Industrie 4.0 mit sich bringen wird, entscheidend. Wie bei vielen Dingen im realen Leben bringt der richtige Mix – wie auch bei der Energieversorgung – den Erfolg oder den Misserfolg. Sowohl nur Onlineschulungen als auch reine Präsenzunterrichtungen – und dann noch in Frontalunterrichtung – sind nicht zielführend. Wie gesagt ist die richtige Kombination die Lösung, und dann ist es gut, wenn man mit der Onlineschulung eine Alternative hat. Der vorliegende Gesetzentwurf, der von den anderen vier aus Ihrer Perspektive alleinigen demokratischen Fraktionen getragen wird, schafft die Möglichkeit, die wenigen guten Aspekte, die die scharfe Bekämpfung der Pandemie gebracht hat, weiterzuführen und in die neue Zeit zu retten. Landtag Durch die Entfristung der digitalen Schulung schafft man Alternativen für Lernende, aber auch für Lehrende, und das ist gut. Auch die Abschaffung von Berichtspflichten, die wahrscheinlich nur pro forma durchgeführt werden und nicht zum Lernerfolg beitragen, ist gut. Daher stehen wir als AfD dem Gesetzentwurf positiv gegenüber und werden auch für eine Überweisung in den Fachausschuss stimmen. Leider ist es umgekehrt in diesem Hohen Hause noch keine Tradition, dass man vernünftigen Anträgen auch meiner Partei zustimmt. Das ist schade, da unser Fraktionsvorsitzender vor einigen Tagen oder auch Herr Schalley vor wenigen Minuten nachgewiesen haben, dass ein paar Inhalte gut sind und diese hier auch Nachahmer gefunden haben. Wer Wind sät, wird bekanntlich Sturm ernten. Es ist eine Sache, zwölf Menschen per se als Undemokraten und damit als Unmenschen zu verunglimpfen. Eine andere Sache ist es, Tausende anderer Menschen da draußen, die eine andere Meinung haben, zu stigmatisieren und zu kriminalisieren. Ehrbares Verhalten hat auch immer etwas mit Mut und Selbstaufopferung zu tun. Wer selbst in komfortablen Verhältnissen lebt, soll das beachten, bevor er sich selber erhöht. – Vielen Dank. (Beifall von der AfD)

Protokoll ↗