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Claudia Schlottmann

CDU 02.11.2022 Sitzungen 18/11

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Lassen Sie mich zunächst Folgendes festhalten: Das Ergebnis der kürzlich veröffentlichten IQB-Studie ist ein deutliches Signal für uns. Es ist klar, dass es einen starken Plan für die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler geben muss. Viele Herausforderungen haben die vergangenen Jahre im Bereich Schule geprägt. In besonderem Maße hat die letzten zwei Jahre die Coronapandemie den Schulalltag bestimmt und auf den Kopf gestellt. Der hier vorliegende Antrag der SPD-Fraktion „Die Bildungskatastrophe gemeinsam abwenden: Einberufung einer Bildungskonferenz – JETZT!“ reiht sich allerdings nahtlos in Ihre Prognosen zum Untergang des nordrhein-westfälischen Schulsystems ein. Damit konterkarieren Sie die gute Arbeit der Menschen in Schule vor Ort. Ein bisschen Vertrauen täte hier allen Beteiligten gut. Sehr schade! (Beifall von der CDU) Klar ist, dass die IQB-Studie Probleme und langfristige Defizite aufzeigt. Diese sind aber nicht in den letzten fünf Jahren entstanden, sondern über Jahrzehnte. Wir werden diese Defizite so nicht akzeptieren. Gerade im Bereich der Grundschule müssen wir Landtag stärker werden. In diesen vier Jahren schaffen die Schülerinnen und Schüler die Grundlage für ihre Bildungsbiografien, ihr Basiskapital, wenn man so will. Sie sollen die zentralen Fähigkeiten erlernen, die ihnen das ganze Leben lang Türen öffnen können. Aber lassen Sie mich an dieser Stelle deutlich werden, meine Damen und Herren. Sosehr ich es mir auch wünschen würde, es wird keine kurzfristigen Ad-hoc-Lösungen geben. Viele der Prozesse, die wir bereits in den vergangenen Jahren entwickelt und angestoßen haben, zeigen jetzt langsam erste Ergebnisse. Wir werden weiterhin an den wichtigen Weichen Prozesse und Konzepte auf den Weg bringen, um unsere Schülerinnen und Schüler die bestmögliche Bildung zu geben. Wir werden prüfen, welche Maßnahmen greifen und welche nicht. Wir wollen die richtigen Stellschrauben finden, um in Nordrhein-Westfalen Schülerinnen und Schüler mit den nötigen Kompetenzen auszustatten. Dazu gehört die Stärkung der Fachlichkeit im Rahmen des „Masterplan Grundschule NRW“. Dort stehen bis 2025 mehr als 718 Millionen Euro zur Verfügung. Ebenso sind die Fachoffensiven für die Fächer Deutsch und Mathematik ein zentrales Thema des Masterplans. Gleichzeitig werden neue Netzwerke unter anderem für Fachkonferenzen und eine systematische Begleitung an Schulen geschaffen. Als ein weiteres Zeichen für die Schülerinnen und Schüler wurde nun das Aktionsprogramm „Ankommen und Aufholen“ bis zum Ende des Schuljahres 2022/2023 verlängert. Hier gibt es gezielte Maßnahmen, um die Lernrückstände, welche die Coronapandemie hervorgerufen hat, aufzuholen. Dafür gibt es verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten wie die Einstellung zusätzlichen Personals oder verschiedene Nachhilfeangebote. Ich persönlich halte die Verlängerung dieses Programms für ein ausgesprochen wichtiges Zeichen. Ich bin sehr froh, dass die Landesregierung die Verlängerung auch ohne die Unterstützung des Bundes ermöglicht hat. Wir wissen, wie wichtig dieses Programm für Kinder und Jugendliche ist. (Beifall von der CDU – Vereinzelt Beifall von den GRÜNEN) Auch durch die Einrichtung von 40 Familiengrundschulzentren hat die Landesregierung seit 2021 gezielt Präventionen im Grundschulbereich gestärkt. So sind an Grundschulen in benachteiligten Stadtteilen bzw. Gemeinden multiprofessionelle Netzwerke entstanden, die Eltern sowie Schülerinnen und Schüler mit und ohne Zuwanderungsgeschichte die notwendige Unterstützung zum Beispiel in Form von Sprachangeboten, Hilfestellung in Gesundheitsfragen, kulturellen Angeboten oder weiteren Fördermöglichkeiten anbieten. 02.11.2022 Ein weiteres wichtiges Thema ist der Lehrermangel. Dieser trifft in besonderem Maße auch die Grundschulen. Das Schulministerium hat bereits in den Sommerferien eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die bis Ende des Jahres erste Konzepte vorstellen wird, um Lehrkräfte zu gewinnen. Wir alle wissen, wie dringend wir diese Kräfte brauchen. Wir müssen den strukturellen Defiziten in unserem Bildungssystem entgegentreten und langfristig wirkungsvoll die Schülerinnen und Schüler in unseren Schulen besser unterstützen. Meine Damen und Herren, ich würde gerne weiter zusammenfassen und daran arbeiten, den Schülerinnen und Schülern den bestmöglichen Unterricht in diesem Land zu geben und sie weiterhin in ihrer Bildungskarriere sicher, stark und motiviert zu begleiten. Wir als CDU-Fraktion haben unsere Schülerinnen und Schüler bei unserer Arbeit immer vor Augen und sind dankbar, dass die schwarz-grüne Landesregierung sich hier aktiv auf den Weg macht, um Lösungen für diese große Herausforderung zu finden. Denn genau das ist das, was wir brauchen: Lösungen. Mit den am Schulleben beteiligten Akteuren werden wir die Gespräche selbstverständlich fortsetzen. – Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der CDU und den GRÜNEN)

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