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Sven Werner Tritschler

AfD 02.09.2022 Sitzungen 18/7

Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wer, wie die meisten hier, klimaschädlicherweise morgens mit dem Auto nach Düsseldorf kommt oder sich in seiner Staatskarosse herchauffieren lässt, kann es auf den Ausfallstraßen schon bewundern: Es gibt eine Lücke bei den Städtepartnerschaftsschildern. Der CDU-Bürgermeister Keller hat nämlich vor einigen Wochen mit großem Medien-Tamtam Moskau abhängen lassen und will die Stadt dem Vernehmen nach jetzt durch eine ukrainische Provinzstadt ersetzen. (Zuruf von Thorsten Klute [SPD]) Herr Keller ist mit seinen – nennen wir sie so – Kriegsbemühungen aber bei Weitem nicht alleine. In den Kühlregalen der Edekakette wurde das Eissandwich „Moskauer Art“ der Eigenmarke „Gut & Günstig“ jetzt in Eissandwich „Kiewer Art“ umbenannt. (Zuruf von Andreas Bialas [SPD]: Unver- schämt!) Andere Supermärkte nennen „Russisch Brot“ jetzt nur noch „Brot“, Dorfbäckereien nennen „Russischen Zupfkuchen“ nur noch „Zupfkuchen“. Eine Oldenburgerin duscht im Eimer stehend, um das Wasser später als Toilettenspülung nutzen zu können – wegen Putin und so. Auch hierüber berichtet die Qualitätspresse begeistert. Die BILD der FRAU wiederum denkt diesen Ansatz konsequent zu Ende und fragt: „Unter der Dusche urinieren: Sollten wir das tun?“ Schließlich können viele Linke jetzt ihr traditionell gespaltenes Verhältnis zur Körperhygiene zu tugendhafter Kriegsanstrengung verklären oder wie es neulich DER SPIEGEL zitieren ließ: „Sich waschen ist historisch völlig überschätzt“. Man wundert sich, dass Putin und die Russen dieser geballten, ungewaschenen, ungeduschten Übermacht bisher noch nicht erlegen sind. Aber es ist der Geist dieses Denkens, dieses neuen Spießbürgertums, seine Häuser neben Regenbogen jetzt auch noch blau-gelb beflaggt, der auch aus diesem Antrag der Grünen und ihrer drei Vorfeldorganisationen weht.

Protokoll ↗