Christian Fühner
Schulfrieden nicht gefährden: für eine zukunftsfeste Bildung unserer Kinder mit individueller Förderung statt Einheitsschule und Einheitslehrern
Sie, dass sie eben keine Einheitsschulen sind? Herr Fühner, bitte! Das gibt mir die Gelegenheit, die Geschichte, was in diesem Landkreis passiert ist, bis zum Ende zu erzählen. - Ich werde die Frage damit auch beantworten. Diese neugegründete Gesamtschule hat keine eigenen Lehrkräfte, sondern beruht jetzt im fünften Jahrgang, da, wo es losgeht, ausschließlich auf Abordnungen. Es gibt auch keine Überführungen der bisherigen Oberschulen in diese neue Gesamtschule, sondern diese Abordnungen erfolgen lediglich aus dem dort vor Ort bestehenden Gymnasium und der KGS. Der Schulleiter dieser KGS hat mir gesagt: Herr Fühner, ich hatte eigentlich Lehrkräfte eingeplant, um Mathe- und Deutschförderung in meiner Schule umzusetzen. Das funktioniert jetzt nicht mehr, weil ich Lehrkräfte an die neugegründete Gesamtschule, die auf die alten Lehrkräfte der Oberschule nicht zurückgreifen kann, abordnen muss. Das zeigt doch ganz konkret, dass Sie ein gewisses System angreifen, Leute von anderen Schulformen abordnen, um das System der Gesamtschulen insgesamt zu stärken. Dieser Weg der Einheitscurricula und der Einheitslehrer führt dazu, dass am Ende eine einzige Schulform profitiert, und das ist die Gesamtschule. Was Sie unter „Einheitsschule“ verstehen, müssen Sie uns schon definieren. Das, was wir an Unterrichtungswünschen im Ausschuss dazu haben, wird bis heute nicht abgeliefert. Eine Ausschussunterrichtung hat nicht stattgefunden. Deswegen glaube ich: Eine präferierte Schulform in Niedersachsen ist der falsche Weg, das ist nämlich der Weg in die Einheitsschule. - Frau Schendel, um eine Sache mal ganz deutlich anzusprechen, möchte ich einen ehemaligen Kultusminister von der CDU zitieren.
