landtag-niedersachsen.de ↗

Christian Schroeder

GRÜNE 28.05.2026 2:39 min Tagungsabschnitte 19/34

Managementpläne aufstellen und die reguläre Bejagung des Wolfes in Niedersachsen ab Juli 2026 ermöglichen!

aus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen der Kollege Christian Schroeder. Bitteschön! Sehr geehrter Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Herr Mohrmann, ich stimme Ihnen zu, und ich sage Ihnen auch zu auch wenn Sie das vielleicht nicht wollen; ich weiß es nicht: Auch wir werden uns natürlich an dem Managementplan beteiligen und werden darauf drängen, dass er zum 1. Juli in Kraft tritt. Insofern stimme ich Ihnen zu, wenn Sie sagen, dass der Antrag der AfD definitiv überflüssig ist. - „Das sehen wir noch" - das ist die Frage. Ich frage mich, ehrlich gesagt, auch, wo Sie mit Ihrem Antrag eigentlich hinwollen, denn so richtig konsistent ist er nicht. Sie sagen: Wenn das eine nicht stattfindet, dann kommt quasi die untere Jagdbehörde zum Zuge. Ihrer Begründung entnehme ich aber, dass Sie grundsätzlich der Meinung sind, dass die untere Jagdbehörde die zuständige Behörde sein soll; das konnte ich noch nicht ganz nachvollziehen. Ich glaube, das ist auch der Grund, aus dem Herr Mohrmann gar nicht großartig darauf eingehen musste: weil sich diese Frage für uns effektiv nicht stellt. Ich glaube, wir als Fraktionen sind uns allesamt einig, dass das beim Land gut aufgehoben ist. Und das hat auch Gründe: Der Wolf macht eben nicht an den Landkreisgrenzen halt; das ist ein Punkt. - Ich komme gleich noch zu diesem Punkt, keine Angst. Die einheitlichen Kriterien übers Land hinweg sind nötig, damit wir keinen Flickenteppich haben. Wir müssen den Bestand, aufs ganze Land betrachtet, im Blick haben. Niemand, aber auch wirklich niemand, kann ein Interesse daran haben, den guten Erhaltungszustand zu gefährden - auch nicht Sie, Herr Dorendorf. Ich weiß, dass Sie das anders sehen, aber seien wir doch mal ehrlich: Wenn wir den guten Erhaltungszustand gefährden, dann fangen wir wieder von vorne an. Das kann doch nicht von Interesse sein! - Genau, wir werden den guten Erhaltungszustand im Blick behalten müssen, und das wird am besten über das Land gelingen können. Die Daten, das Monitoring - das liegt alles beim Land vor. Und die kommunale Expertise bleibt doch erhalten; das stellt doch niemand in Abrede. Natürlich ist der Vollzug am Ende vor Ort nötig; das ist doch ganz klar. Der Antrag verkennt auch die kommunale Belastung. Sonst kommt doch immer als Erstes: Die Kommunen sind überlastet. Und hier wollen Sie auf einmal diese Aufgabe den Kommunen geben. Mein Landkreis mein Erster Kreisrat hat mir gesagt: Um Gottes willen, wer soll das bei uns wie machen? Das ist doch furchtbar! Das geht nicht. Normalerweise müsste das vom Bund kommen. Wir sind direkt an der Grenze zu Sachsen-Anhalt; von daher wäre es gut gewesen, wir kriegten Zahlen vom Bund. Das ist nicht so, jetzt müssen wir uns kümmern, und das machen wir auch. Das Fazit: Die Wölfe machen nicht an den Landkreisgrenzen halt. Wir müssen eine gute Steuerung auf Landesebene haben. Und dieser Antrag ich gebe noch einmal Herrn Mohrmann recht ist total überflüssig. Danke schön. Auch auf Ihren Beitrag gibt es eine Kurzintervention des Abgeordneten Dannenberg.

Alle Reden von Christian Schroeder Rede ansehen ↗