Christian Meyer
Wie treibt die Landesregierung die Transformation zu grünem Wasserstoff, Speicherung und Transport voran?
Vizepräsidentin Barbara Otte-Kinast: Vielen Dank. - Herr Minister Meyer, bitte! Christian Meyer, Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz: Vielen Dank für die Frage. - Wir werden ja insgesamt deutlich mehr Wasserstoffinfrastruktur aufbauen. Ich habe Ihnen die Zahlen der jetzt geplanten Projekte genannt. Das wird sicher auch noch mehr werden, was wir an grünem Wasserstoff haben werden. Denn wenn jemand wie bei dem Projekt in Emden eine Solaranlage baut und damit grünen Wasserstoff für Lkw erzeugt, ist das erst mal eine zusätzliche Erzeugung von Wasserstoff. Ich habe auch die Mengen angesprochen, die wir importieren werden, um damit für die Stahlproduktion wirklich eine Sicherheit zu haben. Denn das wird natürlich wichtig sein. Wenn sich führende Unternehmen vorbildlich auf den Weg machen und Niedersachsen das Land mit grünem Stahl sein wird, dann müssen wir ausreichend grünen Wasserstoff herstellen. Deshalb begrüße ich das Projekt von RWE am Standort Lingen. Das ist eines der größten europaweit, wie ich schon gesagt habe, mit einem Großelektrolyseur. Auch nach der Abschaltung des Atomkraftwerks wird es Zeiten geben, in denen dort mehr Windstrom im Netz sein könnte, als verbraucht wird. Diesen überschüssigen Strom kann man dann übrigens sehr kostengünstig erzeugen, weil man dazu nicht zusätzliche Erneuerbare braucht. Aber man wird auch zusätzliche Erneuerbare brauchen. Zu den Kavernen: Wir haben ja jetzt die Erdgaskavernen. Wenn wir 2040 klimaneutral sind und kein fossiles Gas mehr brauchen, dann werden diese Kavernen sicher ausreichen, um eine Ausstattung für die Wasserstoffinfrastruktur in Niedersachsen zu haben. Denn dann wird das Heizen bei uns zum überwiegenden Teil nicht mehr auf fossiler Basis mit Gas erfolgen und auch nicht mit grünem Gas, sondern auf Strombasis. Daher gehen wir davon aus, dass die jetzigen Kavernenkapazitäten dann auch ausreichen, um den Wasserstoff für das Netz der Zukunft zu speichern. Viel Wasserstoff wird natürlich sofort direkt verwendet werden und nicht erst gespeichert werden, sondern nach der Erzeugung z. B. nach Salzgitter gebracht werden und dort für klimaneutrale Produktionen genutzt werden. (Beifall bei den GRÜNEN) Vizepräsidentin Barbara Otte-Kinast: Vielen Dank. - Es liegt eine zweite Zusatzfrage der Fraktion der AfD vor.
