Miriam Staudte
Landesweite Katzenschutzverordnung einführen - Tierleid beenden, Kastration, Kennzeichnung und Registrierung zur Pflicht machen
Miriam Staudte, Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich für den Antrag zu bedanken. Ich glaube, dieser ist wirklich notwendig. Ich freue mich, dass zumindest von der CDU signalisiert wurde, konstruktiv an dem Thema mitarbeiten zu wollen. Wir haben in der Tat ein jahrzehntelanges Problem. Wer in den letzten Jahren ein Tierheim besucht hat, der wird sicherlich auch in einen Raum gekommen sein, in dem eine ganze Reihe von sehr kleinen Katzen oft mit vereiterten Augen gepflegt wird, die aus irgendeiner Mülltonne gezogen wurden. Das sind wirklich große und flächendeckend auftretende Tierschutzprobleme, die wir angehen müssen. Es ist natürlich richtig, dass wir schauen müssen, wie die Umsetzung praktikabel gestaltet werden kann. Wir werden im Laufe der Zeit auch über eine Evaluierung und über die Frage der Kontrollen nachdenken müssen; das ist ganz klar. Aber wir brauchen jetzt grundsätzlich eine Regelung, die die unbeabsichtigte Vermehrung von Katzen verhindert. Es wird Ausnahmen geben. Wenn jemand möchte, dass seine Katze noch Junge bekommen kann, weil er nicht nur eine Katze, sondern mehrere haben möchte, oder weil er Leute kennt, die die Jungen abnehmen, dann wird das problemlos weiterhin möglich sein. Das gilt auch nicht nur für Zuchtkatzen, sondern auch für ganz normale Hauskatzen. Das ist selbstverständlich. Aber es geht darum, dass diese unbeabsichtigten Vermehrungen in Zukunft verhindert werden. Wir werden auch schauen, wie wir damit umgehen, wenn bestimmte Gemeinden belegen können, dass sie vor Ort kein Problem haben. Wir wollen das flexibel handhaben, aber trotzdem möglichst viele Regionen erreichen. Ich möchte an der Stelle noch auf das eingehen, was Herr Dannenberg gerade gesagt hat. Die AfD postet ja häufig Mitschnitte von ihren Reden. In dem Fall wünsche ich mir, dass auch diese Rede gepostet wird. Denn Ihr Hinweis, dass Katzen in Zukunft in Gehegen gehalten oder alternativ abgeschossen werden sollen, macht ziemlich deutlich, dass Sie von Verhältnismäßigkeit wirklich nichts verstehen. Ich bin mal gespannt, wie sich das dann auf Ihre Mitgliederzahlen auswirkt. Herzlichen Dank.
