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Antonia Hillberg

SPD 22.02.2023 5:10 min Tagungsabschnitte 19/5

zukunft.niedersachsen - eine exzellente Chance für unseren Wissenschaftsstandort

Antonia Hillberg (SPD): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die rot-grüne Koalition hat sich die Themen Zukunft und Wandel und insbesondere die Frage, wie wir diese gestalten können, auf die Fahne geschrieben. Denn wir stehen vor großen Aufgaben. Wir müssen unser Leben und Wirtschaften dahin gehend umgestalten, dass beides ökologisch, ökonomisch und auch sozial langfristig tragfähig ist. Und wir müssen dabei unsere Gesellschaft mitnehmen und sie auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten. Es ist klar: Um diesen Herausforderungen zu begegnen und unserem Gestaltungsanspruch gerecht zu werden, brauchen wir die niedersächsische Wissenschaft. Es geht hier nicht nur um die Naturwissenschaften. Es braucht Beiträge aller wissenschaftlichen Disziplinen und deren interdisziplinäre Zusammenarbeit. Genau hier setzt das Förderprogramm zukunft.niedersachsen an, das unser Wissenschaftsminister Falko Mohrs gemeinsam und in enger Abstimmung mit der Volkswagenstiftung und der Landeshochschulkonferenz konzipiert hat. (Beifall bei der SPD und bei den GRÜNEN) Durch den Börsengang der Porsche AG und die damit verbundene Sonderdividende stehen dem Land Niedersachsen zusätzliche Mittel in Höhe von über 570 Millionen Euro zur Verfügung. Diese fließen in das Programm zukunft.niedersachsen. Zukunft.niedersachsen ist damit das größte Wissenschaftsprogramm in der Geschichte unseres Landes. Es ist ein Programm für Wissenschaft und Technik. Es ist ein Programm für Forschung und Lehre. Die Größe des Programms mag zwar historisch sein, die Ausrichtung ist aber durch und durch zukunftsweisend. So stehen drei Zukunftsfelder im Mittelpunkt: die Transformation, die Digitalität und natürlich auch die Spitzenforschung. - Konzentriert in diesen drei Feldern wollen wir Prioritäten setzen, um drängende Fragen unserer Zeit zu beantworten und so zur Sicherung einer guten Zukunft beizutragen. Wir werden unsere niedersächsische Wissenschaft strukturell stärken und weiterentwickeln. Wir werden sie noch besser machen. (Beifall bei der SPD und bei den GRÜNEN) Die Transformation stellt dabei das größte Feld dar. Um strukturiert Erkenntnisse zu gewinnen, werden hier Schwerpunkte gesetzt, die die großen Transformationsthemen beleuchten. Konkret geht es um die Bereiche Energie- und Mobilitätswende. Es geht auch um den Bereich ressourcenschonendes Wirtschaften. Dahinter steckt u. a. die Thematik Kreislaufwirtschaft, aber auch Agrar- und Ernährungssysteme spielen hier eine Rolle. Es geht um den großen Bereich gesundes Leben und gesunde Lebensräume. Und nein, hierbei geht es nicht nur um Fortschritte in der Gesundheits- und Medizinforschung, es geht auch um die Beantwortung der Fragen, wie wir unsere Metropolen, unsere Städte zu Zukunftsstädten machen können, wie diese lebenswert und klimaangepasst werden. Und es geht darum, den zukunfts- und funktionsfähigen Erhalt der ländlichen Räume zu sichern. Es gibt auch noch den Bereich Kompetenz und Wissen. Hier geht es um lebenslanges Lernen. Es geht darum, dass sich unser Wissen verändert, dass wir uns in einer immer komplexeren Realität zurechtfinden müssen, und dass diese Realität sich auch immer schneller verändert. Wir müssen individuell und gesellschaftlich Transformations- und Lösungskompetenzen entwickeln, um in der Lage zu sein, diese Prozesse, die sich verändern, diese Transformation mitzugestalten. (Beifall bei der SPD und bei den GRÜNEN) Es geht in diesem Zusammenhang im Bereich der Bildungsforschung auch um die Frage, was wir, was unsere Fachkräfte und Lehrkräfte in Zukunft lernen und lehren können müssen. Im Bereich der Digitalität geht es um Künstliche Intelligenz und Daten. Es geht um die fokussierte Weiterentwicklung des digitalen Wissenschaftsstandorts Niedersachsen. Es geht um Investitionen in Infrastrukturen und auch um die Entwicklung von digitalen Lehr-, Lern- und Prüfungsformaten, die der Zukunft gerecht werden. Selbstverständlich haben wir auch die Digitalisierung unserer Hochschulverwaltung im Blick. Es geht hier aber um viel mehr als die reine Übersetzung vom Analogen ins Digitale. Es geht darum, Digitalität als umfassendes, alle Lebensbereiche durchdringendes Konstrukt zu verstehen, zu erforschen und umzusetzen. Auch die Spitzenforschung steht selbstverständlich im Fokus des Programms. Wir wollen herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Niedersachsen holen - aus ganz Deutschland und der ganzen Welt. Und wir werden auch die Universitätsstandorte unterstützen, die das Potenzial zeigen, im Wettbewerb der besten Universitäten zu bestehen und das Siegel der Exzellenz zu bekommen. Mit zukunft.niedersachsen nutzen wir also die Chance, zusätzlich in unser Wissenschaftssystem zu investieren und dieses nachhaltig zu stärken. Liebe Kolleginnen und Kollegen, lassen Sie es mich am Ende noch einmal ganz deutlich auf den Punkt bringen: Dieses Programm zukunft.niedersachsen ist richtig gut. Es ist wirklich gut. Man könnte sogar fast sagen, es ist exzellent. Wir unterstützen damit Fortschritt in Zeiten des Wandels. Ich freue mich darauf, zu sehen, was die nächsten Jahre bringen werden, was Wissenschaft und Technik in Niedersachsen erreichen und wie wir gesamtgesellschaftlich die Transformation gestalten. Vielen Dank. (Beifall bei der SPD und bei den GRÜNEN)

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