Christian Meyer
Äußerungen und eingeräumte Fehler des Ministers für Umwelt, Energie und Klimaschutz Christian Meyer
Herr Minister Meyer möchte antworten. Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Es ging darum, dass in der Landespressekonferenz gefragt worden ist. Es gab eine Studie, ich glaube, von den Versicherungsunternehmen. Die haben in Deutschland untersucht, welche Orte am stärksten von der Klimakrise betroffen sind. Dazu gab es eine Pressemeldung. Dabei kam heraus, Wilhelmshaven sei der am stärksten betroffene Ort. Wir haben dazu keine Pressemitteilung herausgegeben, sondern wir haben wie es nach den Regeln der Landespressekonferenz üblich ist die Antworten schriftlich verschickt. In der Antwort, die Ihnen ja vorliegt, haben wir sinngemäß gesagt: Das ist eine Studie dieser Versicherungsunternehmen, die zum Beispiel das behauptet sie auch nicht Hochwasserschutzvorrichtungen nicht berücksichtigt. Man muss natürlich beachten: Wir haben natürlich Deiche und Hochwasserschutzanlagen. Das ist eine Studie, die theoretisch betrachtet, wer am stärksten betroffen wäre, wenn der Meeresspiegel steigt. Deshalb haben wir nicht gesagt, das ist eine wissenschaftlich validierte Studie. Aber natürlich können wir auch nicht innerhalb von drei oder vier Stunden sagen, sie ist fehlerhaft. Deshalb haben wir uns diese Studie sie ist nicht von uns in Auftrag gegeben worden nicht gemein gemacht, sondern wir haben gefragt, wie das zu bewerten ist. Wir haben uns gegenüber der Landespressekonferenz auf Nachfrage zu dieser Studie eines Dritten geäußert, genauso wie wir uns vorher zu einer anderen Studie des Deutschlandfunks geäußert haben, in der Niedersachsen als hauptsächlich betroffen dargestellt wurde. Das ist eine weltweite Studie eines Unternehmens gewesen, die ich auch bewertet habe. Aber das ersetzt natürlich keine wissenschaftlichen Dialoge. Wenn wir Bewertungen abgeben, dann machen wir das über das Klimakompetenzzentrum im Haus. Dort haben wir sehr gute Daten. Sie finden auf unseren Webseiten für jeden Landkreis Daten zur realen Klimaentwicklung, zu Klimaprognosen, Wasser usw., die wir ständig vervollständigen. Wir sind dazu natürlich in einem engen Austausch mit der wissenschaftlichen Szene. Das kommt aber in den Medien oft verkürzt rüber, und natürlich müssen wir dann antworten. Wir haben somit darauf hingewiesen, dass Schutzvorrichtungen in der Studie nicht berücksichtigt worden sind. Ich habe aber natürlich auch nicht abstreiten können, dass Wilhelmshaven wahrscheinlich stärker bedroht ist als Holzminden. Deshalb haben wir erst mal nicht gesagt, die Studie sei komplett falsch. Aber sie ist keine wissenschaftliche Studie, die für Peer Reviews taugt. Die vierte Zusatzfrage von der AfD-Fraktion:
