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Nicolas Breer

GRÜNE 29.01.2025 2:22 min Tagungsabschnitte 19/22

Stärkung deeskalierender Ansätze in der psychiatrischen Behandlung

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Vorweg möchte ich kurz auf die Debatte von heute Morgen eingehen - Herr Uhlen hat sie gerade schon erwähnt -, bevor es zu weiteren Stigmatisierungen kommt. 28 % der Menschen in Deutschland leiden an einer psychischen Erkrankung. Psychische Erkrankungen sind nicht sichtbar wie ein gebrochener Arm oder Ähnliches. Ihre Spannbreite reicht von einer leichten Depression bis hin zu einer akuten Psychose mit Wahnvorstellungen und Eigen- und Fremdgefährdung. Der Großteil der Menschen, die an einer psychischen Erkrankung leiden, ist für andere Menschen nicht gefährlich. Das ist ein wichtiger Hinweis! Nicht jeder, der an einer psychischen Erkrankung leidet, ist gefährlich für die Allgemeinheit. Dem ist nicht so! Daher plädiere ich ausdrücklich für eine differenzierte Berichterstattung. Wir müssen den Betroffenen die Möglichkeit geben, sich Hilfe zu suchen, und dürfen nicht weiter Angst schüren. Unser Entschließungsantrag ist ein wichtiger Bestandteil, um Menschen in akuten Krisen angemessen zu begleiten, das Personal vor Gewalt zu schützen sowie Betroffene, denen Zwangsmaßnahmen auferlegt werden, in diesen Situationen zu schützen. Ein wichtiger Punkt ist dabei die psychiatrische Behandlung im häuslichen Umfeld - das nennt sich StäB. Dazu kommen ärztlich geleitete multiprofessionelle Teams zu den Patienten nach Hause und begleiten sie dort in ihrem Genesungsprozess. Mir bleibt es noch, mich bei allen, die daran beteiligt waren, zu bedanken. Vielen Dank für die konstruktive Beratung im Ausschuss.

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