Swantje Schendel
Queeres Leben in Niedersachsen sichtbar machen, Akzeptanz schaffen, Diskriminierung abbauen - Maßnahmen zur Anerkennung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt
Wunsch der Frau Kollegin Schendel zu einer Kurzintervention. - Bitte schön! Ich habe leider nicht die Zeit, alle Falschaussagen, die hier getroffen wurden, zu korrigieren. Eine Sache möchte ich aber klarstellen: Wenn Sie davon sprechen, es gebe nur zwei Geschlechter, dann sind Sie nicht auf dem aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand. Das ist auch nicht anders zu erwarten. Sie machen vor allen Dingen auch eine bedrohte, marginalisierte Bevölkerungsgruppe unsichtbar, nämlich die der intergeschlechtlichen Menschen. Das werden wir nicht hinnehmen. Außerdem ‑ ich habe es vorhin angemerkt ‑ ist die geschlechtliche Identität kein neues Phänomen. Es gab trans, inter und nicht-binäre Menschen auch schon in allen Generationen. Ich empfehle dazu sehr, einmal in eine gute Berichterstattung der ZEIT zu queerem Leben im Alter reinzuschauen. Dann sehen Sie auch, dass das kein Trend ist. Für uns ist es auch wichtig, dass trans Kinder und ‑Jugendliche sicher aufwachsen können, dass sie auch ein hohes Lebensalter erreichen können, dass sie gesundheitlich abgesichert sind. Dafür setzen wir uns ein. Das ist keine Ideologie. Aber Ihre Rede hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir Aufklärung und Akzeptanzarbeit leisten. Deutlicher hätte man das nicht machen können.
