Christian Meyer
Wale retten - unsere Meere besser vor Bedrohungen schützen
Bitteschön, Minister Meyer! Vielen Dank, Herr Präsident. - Der Schweinswal ist ja unsere Hauptart, die wir in der Nordsee haben. Es gibt eine Reihe von Studien, auch der TiHo Hannover, wonach der Bestand an Schweinswalen in der deutschen Nordsee seit 2002 stark zurückgegangen ist. Diese Studien hatten seinerzeit eine Abnahme um 1,79 % prognostiziert. Der Trend ist besorgniserregend, sagen die Forscherinnen und Forscher der Tierärztlichen Hochschule Hannover. In den Studien werden unterschiedliche Ursachen genannt: der starke Schiffsverkehr in der Nordsee Kollisionen etc., der Unterwasserlärm, auch durch Antriebe von Schiffen und durch Baumaßnahmen, die Überfischung, der Beifang durch diese Netze, die zwar nicht von den heimischen Fischern bei uns an der Küste eingesetzt werden, aber die trotzdem irgendwo in der Nordsee sind und dann dazu führen, dass sich Schweinswale die sind ja Säugetiere, die Luft brauchen darin verfangen und einen grausamen Erstickungstod sterben. Es geht aber auch um die Lärmbelästigung durch Offshore-Windparks und, wie es damals hieß, Ölbohrinseln. Die Gasförderung haben sich die Studien noch nicht angeschaut, aber auch dort wird es natürlich Effekte geben. Die Studien hatten damals ermittelt, dass das Hauptgebiet, wo es einen massiven Rückgang gab, vor Sylt war. Und der einzige Ort, wo der Bestand in den letzten Jahren zugenommen hat, waren die Gebiete und Riffe um Borkum herum. Die Gasförderung gab es da damals noch nicht, aber es gab dort eben die Untersuchungen. Daher ist einer unserer besonders wichtigen Punkte, dass wir gerade in den Meeresschutzgebieten Schutzmaßnahmen für die Schweinswale und ihre Rückzugsräume ergreifen. Der Bund hat vor, die Meeresschutzgebiete, die unter seiner Verwaltung stehen, deutlich besser abzusichern, während wir in unserem Bereich mit Nationalpark und dem Naturschutzgebiet Borkum Riffgrund schon sehr weit sind. Vielen Dank. - Die erste Zusatzfrage aus der Fraktion
