Tamina Reinecke
Regionale Daseinsvorsorge und Zusammenhalt in den ländlichen Räumen stärken - Erfahrungen aus dem Modellprojekt "Regionale Versorgungszentren (RVZ)" weiterentwickeln und landesweit ermöglichen
Frau Reinecke! Sie haben das Wort. Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Regionale Versorgungszentren kurz „RVZ" sind viel mehr als nur medizinische Anlaufstellen. Sie sind Orte, die verbinden, entlasten und Menschen gesund machen. In ländlichen Regionen spüren wir die Herausforderung: lange Wege zu Ärzten und Therapeuten, Einsamkeit und ein Dschungel an Pflegeangeboten. Es darf nicht sein, dass Menschen zahlreiche Telefonate führen müssen, um Unterstützung zu finden, die sie dringend brauchen. Unsere Angebote vor Ort müssen erreichbar und niederschwellig sein. Nur so können wir sicherstellen, dass wirklich jede Person Zugang hat, unabhängig von Alter, Mobilität und sozialen Hürden. RVZ sind ein Schlüssel, um den Fachkräftemangel und insbesondere auch den Ärztemangel abzumildern. Sie bieten nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch ein Arbeitsumfeld, das ÄrztInnen aufs Land zieht. Die bisherigen Erfahrungen sprechen für sich. RVZ bündeln Angebote - von der Hausarztpraxis über Physiotherapie und Beratung bis hin zu sozialen Treffpunkten wie Cafés. Sie sind Orte der Begegnung, und sie sind flexibel. Jede Kommune kann ihre Zentren so gestalten, wie es den Bedürfnissen ihrer BewohnerInnen entspricht. Die fünf Modellprojekte und Anhörungen haben gezeigt: Das ist und bleibt wichtig und macht RVZ zum Erfolgsmodell. Mit den RVZ setzen wir auf regionale Lösungen, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken, Versorgung zu sichern und die Lebensqualität in unseren ländlichen Regionen zu erhöhen. Mit Ihrer Zustimmung zeigen Sie, dass die Versorgung und das Wohl unserer BürgerInnen auch für Sie oberste Priorität haben. Vielen Dank.
