Thorsten Paul Moriße
Erbrachte Prüfungsleistungen honorieren und die rechtswissenschaftliche Ausbildung attraktiver gestalten
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Sie wollen das Jurastudium für eine breitere Zielgruppe zugänglicher und attraktiver machen. Das klassische Studium der Rechtswissenschaften mit dem Ziel der Vorbereitung auf ein Richteramt ist bereits einer der beliebtesten Studiengänge in Niedersachsen, und die Attraktivität für Studienanfänger liegt eben auch und vor allem am sehr guten Ruf, den Volljuristen auf dem Arbeitsmarkt genießen. In Ihrem Antrag wollen Sie den Universitäten nicht nur einen Bachelor als Trostpflaster für nicht bestandene Examen aufzwingen, sondern diesen sogar rückwirkend verleihen. Ein Trostpflaster, das dann schnell zum Standard werden kann und mit dem Bologna dann langfristig einen letzten Hort akademischer Freiheit und hoher Standards an deutschen Universitäten auffrisst. Deutsche Qualität und Tradition werden hier auf dem Altar planwirtschaftlicher Zielvorgaben und der Anpassung an internationale Standards um jeden Preis geopfert, Herr Bajus. Dieser rot-grüne Antrag sowie der Änderungsantrag der CDU sind starke linke Gleichmacherei. Sie sind potenziell nachteilig für die Qualität der hochwertigen deutschen juristischen Ausbildung. Die AfD lehnt diesen Antrag darum ab. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Herr Moriße, auf Ihren Wortbeitrag gibt es eine Kurzintervention
