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Andrea Kötter

SPD 29.01.2026 5:42 min Tagungsabschnitte 19/31

Schulleitungen jetzt entlasten - Verwaltungsassistenz und IT-Administration an allen Schulen dauerhaft verankern

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Die zunehmende Belastung von Schulleitungen und Lehrkräften durch administrative und organisatorische Aufgaben treibt anscheinend uns alle um. Darüber, dass Entlastung für Schulleitungen geschaffen werden soll, besteht hier im Haus offensichtlich große Einigkeit, denn auch der Antrag der CDU greift dieses Thema jetzt auf. Dass gute Bildungspolitik nur dann gelingen kann, wenn Lehrkräfte und Schulleitungen den notwendigen Freiraum für ihre pädagogischen Kernaufgaben haben, steht für uns außer Zweifel. Aber das ist jetzt auch keine brandneue Erkenntnis. Das Thema wurde bereits vor drei Jahren sehr konkret mit dem Modellprojekt „Verwaltungsassistenz" besetzt und in die Praxis umgesetzt. Und die Verstetigung der Stellen erfolgte bereits zum 1. Januar 2025 - und das aus gutem Grund. Die Ergebnisse aus dem Modellprojekt „Verwaltungsassistenz" bestätigen, dass die Verwaltungsassistenz ein wichtiger Beitrag zur Entlastung der Schulleitungen ist und eben diese Freiräume schaffen wird. Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, möchte ich noch einmal betonen: Die Landesregierung und die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen haben dieses Thema bereits frühzeitig aufgegriffen. Mit dem Modellprojekt zur Verwaltungsassistenz an Schulen wurden gezielt Erfahrungen gesammelt, und diese Erfahrungen sind inzwischen auch in die Praxis eingeflossen. Gleichzeitig befinden wir uns in einem kontinuierlichen und sehr konstruktiven Austausch mit den am Modellprojekt Teilnehmenden, aber insbesondere auch mit den nicht beteiligten Schulen. Wir sprechen mit den Schulleitungen und den Kollegien vor Ort. Und natürlich fließt das, was wir hören, die Anregungen und die Hinweise auf besondere Anforderungen und Bedarfe, in unsere Beratungen und Überlegungen ein. Selbstverständlich sind wir auch mit Ministerin Hamburg im ständigen engen Austausch, um alle relevanten Perspektiven, Erkenntnisse und Erfahrungen miteinander zu verknüpfen. Gerade dieser intensive Austausch ist von ganz zentraler Bedeutung für das Gelingen dieses Projektes, das man eben nicht Hals über Kopf einführen kann. Denn eines zeigt sich aus diesen Gesprächen sehr, sehr klar: Die Bedarfe an den Schulen sind vollkommen unterschiedlich und erfordern individuelle Lösungen. Sie unterscheiden sich nach Schulform, nach Größe, nach regionalen Gegebenheiten und auch nach den bestehenden Verwaltungsstrukturen. Was für eine große weiterführende Schule vielleicht sinnvoll ist, passt nicht automatisch für eine kleine Grundschule oder eine Förderschule. Deshalb war und ist es richtig, nicht vorschnell ein einheitliches, starres Modell für alle Schulen festzulegen. Die bisherigen Rückmeldungen aus der Praxis zeigen, dass Verwaltungsassistenz dort besonders gut wirkt, wo sie passgenau auf die jeweilige Schule zugeschnitten ist. Deshalb setzen wir auf einen flexiblen Ansatz, der den Schulen Gestaltungsspielräume lässt und gleichzeitig klare Rahmenbedingungen schafft. Genau das berücksichtigt auch der Erlassentwurf, der seit Kurzem ich glaube, seit Montag in der Anhörung ist. Gleichzeitig ist es aus unserer Sicht unerlässlich, die laufenden Prozesse, die bereits erzielten Fortschritte und die vorhandenen Evaluationen und die sind vorhanden mit in den Blick zu nehmen. Ziel muss es sein, Maßnahmen weiterzuentwickeln, ohne funktionierende Strukturen zu übergehen oder zu verengen. Vor diesem Hintergrund bin ich gespannt auf das Ergebnis der Anhörung und den weiteren Verlauf der Beratungen. Ich bin überzeugt, dass in Kürze ein gutes, tragfähiges und solides Konzept zur Entlastung der Schulleitungen zum Tragen kommen wird. Was sich aber jetzt schon abzeichnet, ist der Umstand der Kollege Mennen ist gerade auch darauf eingegangen, dass mit der Einführung der Verwaltungsassistenz und mit den multiprofessionellen Teams sehr wahrscheinlich ein nicht unerheblicher Stellenaufwuchs an den Schulen einhergehen wird. Dieser mögliche zusätzliche Personalbedarf wird ganz gewiss auch wesentlicher Bestandteil der kommenden Haushaltsberatungen sein. Ich bin gespannt auf die Unterstützung von Ihrer Seite für die entsprechenden Forderungen mit Blick auf die künftigen Haushalte. Meine Damen und Herren, ein gutes Schulsystem erkennt man nicht nur an Lehrplänen oder Statistiken. Man erkennt es daran, wie es mit den Menschen umgeht, die es tragen. Wir nehmen diese Verantwortung sehr ernst: durch gezielte Investitionen, durch Entlastung der Schulleitungen und durch das klare Bekenntnis zu einer starken, modernen Schule. Wir sind gemeinsam mit den Schulleitungen auf einem guten, auf einem kontinuierlichen, auf einem soliden Weg, um eben diese Entlastung für die Schulleitungen herbeizuführen. Ich kann mich so gar nicht des Eindrucks erwehren, dass die CDU mit ihrem Antrag Eulen nach Athen tragen will. Vielen Dank.

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