Kirsikka Lansmann
Für jeden eine Perspektive schaffen - Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss minimieren!
der Grundlage für ein inklusives Schulsystem weiter vorantreiben. Nur über eine gute Inklusion aller Schülerinnen und Schüler werden wir eine echte Bildungsgerechtigkeit erreichen können, liebe Kolleginnen und Kollegen. Natürlich ist es auch wichtig, dass wir die anderen Schulformen in den Blick nehmen, und dies tun wir auch. Einige Ihrer Forderungen sind bereits in der Struktur des Startchancen-Programms angelegt. Mit der Einführung des Sozialindex schaffen wir eine bedarfsgerechte Planung und Ressourcensteuerung an Schulen. Auch Maßnahmen aus dem Freiräume-Prozess werden Schulen in ihrer Arbeit stärken; denn viel zu oft wird erwartet, dass jede Schülerin und jeder Schüler in dieses bisher starre System Schule hineinpasst. Aber dies ist natürlich nicht möglich, denn wir alle sind individuell. Daher begrüße ich Ihren Punkt 7, „erlernte Kompetenzen auch über das klassische Abschlusszeugnis hinaus zu dokumentieren“, und freue mich außerordentlich, dass nun auch Sie zu der Erkenntnis gekommen sind, dass eine reine Schulnote allein nicht aussagekräftig ist. Auch in meinem Wahlkreis gibt es eine wundervolle Einrichtung, um Kinder und Jugendliche zu unterstützen: das Wunderwerk. Über Bildung und Teilhabe werden Kinder und Jugendliche mit Lernförderung und Lerntherapie unterstützt. Mit ganz viel Fürsorge und Beziehungsarbeit wird den Kindern und Jugendlichen ein zweites Zuhause gegeben. Wir müssen schauen, wie wir solche Einrichtungen besser in die Schule integrieren können; denn deren Expertise ist ein Gewinn für jede Schule. Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben letztendlich alle das gleiche Ziel: Wir wollen die Anzahl der Schulabgänger ohne Abschluss verringern und für gleiche Chancen für alle Kinder und Jugendlichen sorgen. Dazu gehören natürlich auch gute Deutschkenntnisse. Dies ist aber eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die die Schule nicht allein leisten kann. Wir brauchen auch mehr Deutschkurse für Erwachsene und auch eine bessere Integration in Vereinen am Nachmittag, denn gerade in der Freizeit Deutsch zu sprechen, hilft viel. Die Gründe, warum junge Menschen ihren Hauptschulabschluss nicht erreichen, sind vielschichtig. Daher freue ich mich, dass wir uns gemeinsam mit Ihnen für mehr Bildungsgerechtigkeit einsetzen, und freue mich auch auf eine gute Diskussion im Ausschuss. Vielen Dank.
