Christian Meyer
Wann ist mit einem aktiven Wolfsmanagement in Niedersachsen zu rechnen?
Herr Minister Meyer antwortet. Bitte schön, Herr Minister! Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Ich habe ja geschildert, dass wir versuchen wollen ‑ Es ist schon wieder etwas los? etwas los? Mein Handy ist es nicht. Verspäteter Alarm. Klar ist ja, dass wir von der Individualisierung eines konkreten Problemwolfes wegkommen wollen, sondern es muss um Risse gehen. Zur Frage der Überwindung von Herdenschutzmaßnahmen: Zu Recht sagt die Rechtsprechung, dass es um einen zumutbaren Herdenschutz gehen muss. So ist die Lage. Das heißt, wenn an einem Deich oder einem Fluss eine Kompletteinzäunung nicht möglich ist und wir Schafsrisse haben, dann zählt das weiterhin als ein überwundener Herdenschutz. Genauso ‑ das war auch Thema im Forum ‑ bleiben wir dabei: Wenn Pferde und Rinder gerissen werden, gehen wir immer davon aus, dass das eine der Voraussetzungen für eine Entnahmeentscheidung ist. Wir werden also nicht den Standard festlegen, dass man Pferde und Rinder so einzäunen muss, wie das bei Schafen der Fall ist, sondern wir bleiben dabei, dass ein Pferderiss oder ein Rinderriss auch als ein Riss zählt, der eine Voraussetzung für die Entnahme eines Problemwolfes oder eines Problemrudels ist. Bei den Schafen haben wir eine andere Regelung. Dort, wo es zumutbar ist, muss es eine Einzäunung eines Grundschutzniveaus geben. Das ist auch weiterhin auf große Zustimmung gestoßen. Viele Schäferinnen und Schäfer sagen, es ist wichtig, dass möglichst viele Betriebe einen Herdenschutz machen. Wenn Einzelne dies nicht tun, gibt es immer das Problem, dass sie damit Wölfe anlocken, was zum Schaden der anderen ist. Deshalb müssen wir den Herdenschutz weiter fördern und unterstützen. Dieser Landtag stellt dafür sehr viel Geld bereit und steht an der Seite der Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter. Die Regeln zur Einstufung eines überwundenen Herdenschutzes werden die gleichen bleiben, wie wir sie bislang hatten. Dies gilt jedenfalls so lange, bis es keine Änderung auf Bundes- und EU-Ebene gibt, die uns bessere Verfahren ermöglichen. Vielen Dank, Herr Minister. - Die erste Zusatzfrage aus der Fraktion der SPD stellt die
