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Omid Najafi

AfD 04.05.2023 3:42 min Tagungsabschnitte 19/7

Wie verhält sich der Ministerpräsident zum geplanten Gasheizungsverbot der Bundesregierung?

Bitte schön! Omid Najafi (AfD): Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Das Heizungsverbot steht mal wieder sinnbildlich für das Unvermögen der SPD und der Grünen, weiter zu denken als von der Wand bis zur Tapete. Kommen wir zuerst zum Wasserstoff. Da ist auch die CDU auf dem Holzweg; Sie erwähnen diese Heizquelle ja auch noch in Ihrem Antrag. Eine H2-ready-Heizung ist nur bis zu 20 Volumenprozent mit Wasserstoff tatsächlich ankommen tun aber keine 5 betreibbar. Ich betone hier: Volumenprozent. Der energetische Prozentanteil liegt nämlich bei nur 3,4. Die restlichen 80 bzw. 90 Volumenprozent sind Erdgas. Denn erstens gibt es entgegen all Ihrer Aussagen keine Wasserstoffinfrastruktur, um die Wasserstoffversorgung zu gewährleisten. Und zweitens müsste man erst das gesamte bestehende Rohrnetz in allen Wohngebäuden erneuern, um wasserstoffkompatibel zu werden. Ein Zitat vom Energieexperten des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Thomas Engelke: „Die Diskussion über Gasheizungen, die H2-ready sein sollen, ist problematisch, weil es grünen Wasserstoff aktuell praktisch nicht gibt". Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, des Fraunhofer-Instituts und des Wuppertal-Instituts vom November 2021 hat ergeben: Selbst wenn alle potenziellen Exportländer ihren Wasserstoff nach Deutschland exportieren würden, wäre der Bedarf bis 2030 nicht zu decken. Ich habe leider nur vier Minuten Redezeit, doch zusammenfassend kann man nur sagen: Außer punktuell ist Wasserstoff nicht vorhanden. Hören Sie doch auf, die Bevölkerung anzulügen! - Danke. Kommen wir nun zur Wärmepumpe. Die Wärmepumpe fängt bei etwa 7.000 Euro an das sind die kleinen ventilatorähnlichen Gerätschaften und geht hoch bis 30.000 Euro - der Einbau nicht mit inbegriffen. Die Lieferzeit beträgt weit über ein Jahr. Sie schaffen hier planwirtschaftlich einen künstlichen Absatzmarkt. Das wirkt natürlich preistreibend. Die Lebensdauer beträgt 15 bis 20 Jahre. Dann darf der Bürger erneut über 20.000 Euro zahlen. In der Zwischenzeit gibt es noch Wartungspflichten. Der Verdichter der Pumpe muss nach zehn Jahren ausgetauscht werden - noch einmal 2.000 Euro. Die Wärmepumpe verbraucht etwa 1.500 bis 2.000 kWh Strom bei einem Neubau von 120 m² Wohnfläche. Mit steigender Lebensdauer erhöht sich der Stromverbrauch. In dicht besiedelten Wohngegenden, sprich: Städten, ist die Wärmepumpe kaum einsetzbar. In den Keller passt sie nicht rein, und wenn doch, müssen kostenaufwendig zur Belüftung Rohrleitungen gesetzt werden. Die durchschnittliche Lautstärke beträgt auch noch 30 bis 60 dB. In einer Wohnsiedlung können Sie also bei einem Abendspaziergang mit Ihrem Hund den natürlichen Störgeräuschen der Wärmepumpe lauschen. Es ist einfach nur beschämend. Es geht hier um Kosten von nicht 130 Milliarden Euro, wie Robert Habeck hat verlautbaren lassen, sondern laut FDP um 600 Milliarden Euro, die auf die Eigentümer zukommen werden. Die Mieten werden durch die Decke gehen. Die Produktion der Wärmepumpen befindet sich in Polen, Tschechien, der Slowakei und in Ostasien. Sie werden hergestellt mit Atom- und Kohlestrom. Sie haben die Fördergelder, also die Steuergelder, noch nicht einmal schriftlich festgehalten. Und wie bei den Solarzellen werden das deutsche Geld und die Fachkräfte ins Ausland wandern. Meine Damen und Herren von der SPD und von den Grünen, Sie sind sich der Tragweite und der Konsequenzen Ihrer Handlungen und Entscheidungen offensichtlich nicht bewusst. Sie wissen nicht, was Sie hier anrichten. Sie sind einfach nicht fähig zu regieren. Lassen Sie das doch einfach mal mit der Politik! Gehen Sie arbeiten! Von mir aus beantragen Sie Bürgergeld. Ich werde es Ihnen auch aus eigener Tasche bezahlen, solange Sie die Bürger zufriedenlassen mit Ihrem Dilettantismus. Danke.

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