Christian Meyer
Wie treibt die Landesregierung die Transformation zu grünem Wasserstoff, Speicherung und Transport voran?
(Ulf Thiele [CDU]: Die gefährlichste aller Fragen! Da kannst du nur falsch antworten!) Christian Meyer, Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz: Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Wir werden auch auf Basis erneuerbarer Energien auch in Zukunft Importe brauchen, aber eben grüne Importe. Deshalb machen wir ja die Häfen sowohl in Stade als auch in Wilhelmshaven ready für den Import grüner Gase. Das wird zum einen Offshore-Windenergie sein, auch aus anderen Ländern an der Nordsee, die man dort dann in grünen Wasserstoff umwandelt, aber es werden eben auch andere Projekte sein. Wie Sie wissen, war der Bundeswirtschaftsminister letztens in Namibia. Da ging es darum, ob man dort nicht eine Wirtschaftsförderung für Sonnen- und Windenergie machen und das dort aus erneuerbaren Energien erzeugte Ammoniak oder Methan mit einem Schiff nach Wilhelmshaven oder nach Stade bringen sollte, um es dann zu grünem Wasserstoff umzuwandeln oder direkt nutzen zu können. Wir werden also auch aus erneuerbaren Energien Importe brauchen; denn wir werden ja deutlich mehr Strom verbrauchen, weil wir in Zukunft nicht mit Öl und Gas heizen und unsere Autos betreiben werden, sondern überwiegend mit Strom, mit Elektromobilität, und wir werden unsere Gebäude überwiegend mit Wärmepumpen heizen. Von daher haben wir einen hohen Bedarf an Importen. Aber es ist klar: Wir wollen so viel wie möglich an erneuerbaren Energien selber hier erzeugen; denn das ist die Wertschöpfung, die wir hier haben. Deshalb starten wir auch den Turbo an Land mit dem Ausbau der Windenergie und der Solarenergie. Und ich freue mich, dass ich bei den demokratischen Fraktionen dafür eine breite Zustimmung habe. (Beifall bei den GRÜNEN und bei der SPD) Vizepräsidentin Barbara Otte-Kinast: Vielen Dank, Herr Minister Meyer. - Die zweite Zusatzfrage der SPD stellt die Abgeordnete Retzlaff. Bitte schön!
