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Marcel Queckemeyer

AfD 26.03.2025 3:34 min Tagungsabschnitte 19/24

Feststellung eines Sitzverlustes gemäß Artikel 11 Abs. 2 Satz 2 der Niedersächsischen Verfassung i. V. m. § 8 Abs. 2 des Niedersächsischen Landeswahlgesetzes

Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich möchte mich zunächst bei Ihnen, Frau Präsidentin, für die Gelegenheit bedanken, anlässlich meines Abschiedes aus diesem Hause einige Worte an seine Abgeordneten richten zu dürfen. Vielen Dank dafür. Ich darf mich auch bedanken bei den Mitgliedern des Unterausschusses „Tourismus" sowie des Ausschusses für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Wer hier im Plenum Debatten verfolgt, erlebt oftmals eine aufgeheizte Stimmung. Debatten werden mitunter persönlich. Nichts davon im Ausschuss! Das war ein sehr sachlicher, ein angenehmer Umgang. Vielen Dank dafür. Bedanken möchte ich mich auch bei meiner Fraktion. Es war mir eine Freude, es war mir eine Ehre, mit euch zusammenzuarbeiten. Ein großer Dank gilt auch allen Mitarbeitern der Fraktion. Meine Damen und Herren, als ich vor etwas mehr als zwei Jahren in dieses Hohe Haus als Abgeordneter einzog, habe ich nicht damit gerechnet, es so schnell wieder zu verlassen. Ich war fest dazu entschlossen, hier, im größten Streit- und Debattierort um die Zukunft des Landes, meinen Beitrag dafür zu leisten, dass diese Zukunft besser wird als die Gegenwart. Ich werde diese Arbeit aber nicht aufgeben, ich werde sie im 21. Deutschen Bundestag fortsetzen. Doch wie so häufig im Leben sind die ersten Erfahrungen, wie schon gerade gehört, die einprägsamsten. Und so habe ich hier gelernt, dass wir bei allen Differenzen, bei allem Streit, ja selbst bei persönlichen Abneigungen hier eine gemeinsame Aufgabe haben: Es geht um das Finden der besten Sachlösung. Auch wenn die beste Sachlösung aus meiner Sicht derzeit oft von den momentanen Mehrheitsverhältnissen, sagen wir mal, behindert wird, geht es eben auch darum, die jeweilige Rolle im Parlament, ja in der Demokratie anzunehmen und sie bestmöglich auszufüllen. Ich gebe zu: Das fällt manchmal schwer, gerade wenn man meint, man habe jetzt aber bei diesem Punkt wirklich die allerbeste Sachlösung, wenn man sich ganz sicher ist, dass man es diesmal aber so was von besser weiß. Wer in diesem Saal hat so noch nie gedacht? Es gehört eben auch dazu, seine Meinung mit allem Einsatz zu vertreten, aber die Niederlage bei einer Abstimmung hinzunehmen und sie auch zu begreifen als etwas, das nicht nur zur Demokratie gehört, sondern als etwas, ohne das es schlicht und einfach keine Demokratie gäbe. Verehrte Abgeordnete, wir stehen in unserem Land auch in Niedersachsen vor großen Veränderungen. Diese können, ja, sie werden nach meiner Überzeugung zu einer Regierung führen, die maßgeblich von der AfD mitbestimmt wird. Und genau an der Stelle werden meine Gedanken von eben sofort wieder bedeutsam. Ich hoffe nämlich, dass in diesem Fall die eben skizzierten Einsichten weiter gelten und nicht das Ende der Demokratie ausgerufen wird, wenn dann Sie Abstimmungen verlieren. Vergessen wir alle nicht: Jede demokratische Abstimmung ist auch ein Sieg der Demokratie. Eines möchte ich Ihnen noch sagen: Demokratie muss auch andere Meinungen aushalten können. Man darf sie diskutieren, aber niemals verbieten. Und es gehört auch dazu, den Mut zu haben, Mauern einzureißen und andere Meinungen zu wagen, Mehrheiten zu wagen und den Willen des Volkes zu akzeptieren. Es war mir eine Ehre. Vielen Dank und auf Wiedersehen!

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