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Volker Meyer

CDU 18.04.2024 3:24 min Tagungsabschnitte 19/15

Wie soll künftig die flächendeckende medizinische Versorgung in Niedersachsen gewährleistet werden?

Die Anfrage wird vorgetragen vom Kollegen Meyer für die CDU Fraktion. Bitte schön. Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wie soll künftig die flächendeckende medizinische Versorgung in Niedersachsen gewährleistet werden? Seit geraumer Zeit wird medienübergreifend von zunehmenden Problemen im medizinischen Bereich berichtet. So lag Niedersachsen im Jahr 2022 im deutschlandweiten Vergleich auf dem vorletzten Platz hinsichtlich der Anzahl an Ärzten pro 100.000 Einwohner. Nach einer Meldung des Norddeutschen Rundfunks vom 10. März 2023 mit der Überschrift Landkreise Doppelpunkt Gesundheitsversorgung in Niedersachsen bedroht, warnte der Niedersächsische Landkreistag schon im März des vergangenen Jahres, dass die medizinische Versorgung im gesamten Bundesland in allen Säulen des Gesundheitssystems akut bedroht sei. Zudem sind Ausweislich eines Berichts der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung hat vom 4. April 2024 unter der Überschrift Landarztquote zu wenig Bewerber Studienplätze bleiben frei derzeit in Niedersachsen fast 550 Hausarztpraxen unbesetzt. Der Berichterstattung folgend sind nicht mehr nur ländliche Räume, sondern auch einzelne Städte, darunter Wolfsburg und Stade, betroffen. Die zur Bekämpfung des Ärztemangels auf dem Land eingeführte Landarztquote für angehende Medizinstudierende weckt ausweislich der aktuellen Berichterstattung der HAZ außerdem wenig Interesse, weniger Interesse als erhofft. In der diesjährigen Bewerbungsphase sei die Anfrage niedriger als letztes Jahr, und lediglich 3/4 aller ausgewählten Kandidaten hätten sich tatsächlich immatrikuliert. In dem Artikel fordert die Kassenärztliche Vereinigung zudem, dass zusätzliche Anreize geschaffen werden müssen, um die Ansiedlung junger Ärzte in ländlichen Bereichen attraktiver zu machen. Außerdem müssen die Anzahl der Medizinstudienplätze aufgestockt werden. Eine weitere Herausforderung betrifft den anstehenden Renteneintritt zahlreicher Medizinerinnen und Mediziner aus der Unterrichtung der Landesregierung zu den Drucksachen 19 1228 und 19 3661 geht hervor, dass über 34 % der aktuell im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung in Niedersachsen tätigen Ärztinnen und Ärzte das 60. Lebensjahr erreicht haben. Bei ärztlichen Praxen beträgt diese Quote danach fast 38 %. Erstens Wie bewertet die Landesregierung die relativ niedrige Nachfrage für Medizinstudienplätze, die nach der Landarztquote vergeben werden? Zweitens Welche Maßnahmen ergreift die Landesregierung, um die medizinische Versorgung mit hinreichend Ärztinnen und Ärzten in Hausarzt- und Facharztpraxen, sowie in Kliniken in Niedersachsen in den kommenden zehn Jahren trotz aller altersbedingten Abgänge sicherzustellen? Und drittens vor dem Hintergrund, dass die CDU Landtagsfraktion bereits mit einem Entschließungsantrag vom 24. April letzten Jahres, Drucksache 19.228 gefordert hat, 200 zusätzliche Studienplätze in der Humanmedizin in Niedersachsen zu schaffen. Wann wird die rot grüne Landesregierung die Medizinstudienplätze verlässlich ausbauen? Herzlichen Dank!

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