Julia Retzlaff
Sprachförderung sichern - Integration ermöglichen, Fachkräfte gewinnen, Zusammenhalt stärken
Vielen Dank, Frau Kollegin Klages. - Frau Kollegin Retzlaff möchte antworten. Bitteschön! Anderthalb Minuten. Vielen Dank, Herr Präsident. - Danke, Frau Klages, dass Sie das aus Ihrer Sicht klargestellt haben. Aber es zeigt eben, dass Sie da nur einen Teil der Realität bedenken. Es gibt viele Unternehmen vielleicht haben Sie zum Beispiel noch nicht mit Handwerksbetrieben gesprochen, die geflüchteten Jugendlichen die Möglichkeit geben, eine Ausbildung zu machen. Diese geflüchteten Jugendlichen brauchen ganz dringend Unterstützung beim Spracherwerb. Ein Beispiel dafür ist, dass viele Unternehmen mittlerweile auch Menschen nehmen, die eben noch kein, wie Sie es geschildert haben, Sprachniveau B oder C haben, sondern die noch in der Ausbildung oder beim Arbeiten im Beruf Unterstützung brauchen. Genau für solche Gruppen wird jetzt der Zugang gestrichen, also für die geflüchteten Personen zum Beispiel. Das ist ein riesiges Problem, weil wir auch den Menschen, die zu uns gekommen sind und die schon da sind, eine Chance geben wollen, sodass sie hier mitarbeiten und teilhaben können. Denn die kommen ja nicht wie Sie es hier immer kolportieren, weil sie Sozialschmarotzer sind. Das ist nicht so. Die Leute kommen hierher, weil sie Teil der Gesellschaft sein wollen, weil sie hier leben und sich einbringen wollen. Wir brauchen und wollen diese Menschen hier auch gerne integrieren. Vielen Dank, Frau Kollegin Retzlaff. -
