Christian Meyer
Grüner-Wasserstoff-Standort Niedersachsen - wie entwickelt sich die Infrastruktur?
Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Deutschland und Niedersachsen will klimaneutral werden. Deshalb geht es natürlich darum, am Ende aus erneuerbaren Energien erzeugten Wasserstoff zu verwenden, und deshalb kann blauer oder grauer Wasserstoff, also Wasserstoff, der zum Beispiel bei der Zementherstellung anfällt, immer nur eine Übergangslösung sein. Wir wollen natürlich so viel wie möglich erneuerbaren, grünen Wasserstoff haben; denn blauer oder grauer Wasserstoff werden ja aus Erdgas hergestellt. Dann könnte man sich fragen, ob nicht gleich das Erdgas geschickt werden kann. Das ist insofern sehr aufwendig. Ich habe zur Kenntnis genommen, dass die Skandinavier jetzt gesagt haben, dass sie uns, wenn, grünen Wasserstoff schicken wollen, weil sich der blaue Wasserstoff aus ihrer Sicht im Moment wirtschaftlich nicht lohne, weil er sich nicht auf die CO2-Emissionszertifkate anrechnen lasse - das haben wir gestern auch diskutuiert. Denn nur aus erneuerbaren Energien erzeugter Wasserstoff bringt real etwas für das Klima. Aber wir sind bereit, wenn Unternehmen Kooperationen mit Akteuren in Norwegen usw. haben, darüber eine Diskussion zu führen. Sie wissen, dass wir in Niedersachsen an Land und auch in unseren Hoheitsgewässern, in Kavernen bzw. ausgespülten Bereichen, die Nutzung von CCS ausschließen. Wir haben in Niedersachsen ein Gesetz ich weiß gar nicht, ob wir das gemeinsam beschlossen haben, das unser Landesgebiet hierfür ausschließt. Das, was weit draußen in der Nordsee passiert, ist dann Gegenstand einer Diskussion, die zu führen ist. Aber aus Klimaschutzgründen ist natürlich immer grüner Wasserstoff zu bevorzugen, weil er zur Klimaneutralität beiträgt.
