Christian Meyer
40 Jahre Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer - Schutzversprechen einlösen statt Industrialisierung vorantreiben
Bitte, Herr Minister! Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Das waren jetzt auch wieder mehrere Fragen, die Sie gestellt haben. Hinsichtlich der Obergrenzen: Es gibt eine ökologische Obergrenze, und es gibt natürlich auch eine Grenze, wenn irgendwann kein Platz mehr ist; das ist ja logisch. Auch das kann man nicht pauschal beantworten. Viele Touristinnen und Touristen kommen nach den Umfragen wegen der Schönheit der Natur und des Weltnaturerbes in diesen Lebensraum. Deshalb setzen wir dort auf einen sanften Tourismus. Dass man dort in harten Schutzzonen keine neuen Hotels und Bettenburgen bauen darf, ist klar. Genau das ist ein Punkt: Es kommen immer mehr Besucherinnen und Besucher zum Nationalpark und schätzen das. In den Wattenmeerhäusern wird diese Bildungsarbeit gemacht, dass man sich beispielsweise nicht den Seehunden nähert, denn das ist eine Herausforderung, vor der wir dort immer wieder stehen. Es geht darum, dieses Verhalten zu lenken, zum Beispiel auch dahin gehend, dass nicht so viel Müll am Strand liegen gelassen wird. Auch dazu haben wir eine ganze Reihe von Projekten. Wir setzen auf Aufklärung der Besucherinnen und Besucher, machen mit vielen Unternehmen und den Fischern viele Projekte, um aufzuklären, wie man sich als Tourist gut verhält. Von daher geht es hier nicht um Obergrenzen oder Zahlen, sondern darum, dass man diesen Lebensraum mit Respekt besucht. Die Touristen wollen ein intaktes Wattenmeer und die Schönheit des Wattenmeers erleben. Dieser Naturtourismus ist das Pfund, mit dem wir und die Menschen dort wuchern können. Das wollen wir weiter unterstützen. Danke, Herr Minister. - Die vierte Zusatzfrage von der Fraktion der AfD kommt von Herrn Moriße. Bitteschön!
