Julia Willie Hamburg
Einführung einer effektiven Informations- und Beratungspflicht der KiTa zu Inhalt, Ziel und Umsetzung ihres Konzepts zur Sexualpädagogik
Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Bevor ich gleich auf die Einzelheiten Ihres Antrages eingehe, würde ich gerne grundsätzlich etwas klarstellen. In unseren Kindertagesstätten wird eine großartige und verantwortungsvolle Arbeit geleistet mit dem Ziel, Kinder gut zu betreuen, zu fördern und auch entsprechend zu schützen. Eltern wissen ihre Kinder in diesen Einrichtungen gut betreut. Insofern gilt mein Dank allen Erzieherinnen und Erziehern und auch dem pädagogischen Fachpersonal in unseren Kindertagesstätten für diese wirklich großartige und auch intensive Arbeit. Ich möchte deutlich sagen, Herr Rykena: Sie spielen mit Ihrer Fraktion hier im Landtag immer wieder ein Spiel des Misstrauens, und zwar auf dem Rücken unserer Kitas. Sie spielen mit den Ängsten der Eltern zu Lasten der Erzieherinnen und Erzieher und am Ende auch zu Lasten einer guten Arbeit in den Einrichtungen. Ich möchte deutlich sagen, dass ich das nicht in Ordnung finde und diese Vorwürfe entschieden zurückweise. Spielbälle gehören meines Erachtens in den Toberaum, und man sollte die Kitas hier im Landtag nicht zu solchen machen. Diese Empfehlung möchte ich Ihnen gerne geben. Denn die Realität in unseren Kindertagesstätten sieht komplett anders aus. Es ist schon längst gängige Realität, dass Eltern in die Gestaltung der pädagogischen Arbeit der Einrichtungen umfänglich einbezogen werden, und die Kitas sind auch gesetzlich verpflichtet, die Förderung der Kinder im engen Austausch mit den Erziehungsberechtigten zu ergänzen und zu unterstützen. Das wissen Sie auch. Dazu wurde im Ausschuss bereits ausgeführt. Es ist vollkommen richtig, dass die Eltern einen besonderen Erziehungsauftrag haben. Deswegen werden sie ja auch entsprechend einbezogen - übrigens auch in den Bereich der sogenannten Sexualerziehung. Dort werden die Erziehungsberechtigten ebenfalls einbezogen, weil sie alle Rechte und Pflichten haben und diese durch uns umfassend gewahrt werden. Frau Ministerin Hamburg, ich muss Sie einmal kurz unterbrechen. Es gibt den Wunsch nach einer Zwischenfrage: von der Frau Kollegin Behrendt. Möchten Sie diesem entsprechen? Selbstverständlich. Bitteschön, Frau Kollegin! Vielen Dank, Frau Ministerin, für das Zulassen der Zwischenfrage.
