Miriam Staudte
Gemeinschaftsverpflegung in Kitas, Schulen, Senioreneinrichtungen und Kantinen stärken - DGE-Standards verbindlich umsetzen
Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Miriam Staudte. Bitteschön! Ganz herzlichen Dank. - Ich finde, einiges, was hier gerade gesagt wurde, kann man einfach nicht so stehenlassen. Der Antrag ist wirklich sehr umfassend. Er greift das auf, was im Koalitionsvertrag angekündigt worden ist, wobei wir schon an vielen Stellen intensiv an diesen Themen arbeiten. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung wird finanziert. Wir kümmern uns um das Thema Seniorenverpflegung; auch dabei handelt es sich ja um eine Gemeinschaftsverpflegung. Es ist sehr wichtig, diese Strukturen zu erhalten; denn es geht letztendlich darum, wirklich gesundheitsfördernd tätig zu sein. Ich möchte auf einen Beitrag von der CDU zum ZEN eingehen. Ich schätze dessen Arbeit sehr. Es ist hervorragend, dass wir diese Einrichtung haben. Meine damalige Kritik bezog sich darauf, dass die Mittel zur Einrichtung von der Verbraucherzentrale abgezogen worden sind. Das war nicht in Ordnung. Aber seine Arbeit und Zielsetzung sind selbstverständlich richtig. Zur Ausgangssituation: Wir müssen feststellen, dass 15,4 % der 3- bis 17-Jährigen übergewichtig sind. Da können wir nicht einfach weiter zusehen und sagen: Ernährung ist eine private Angelegenheit. Vielmehr müssen wir die Strukturen der Gemeinschaftsverpflegung nutzen, um das Ernährungsverhalten mit zu beeinflussen, um zu zeigen, was gut und gesund ist, was schmecken kann und wo frischer gekocht wird. Deswegen sind diese Ansätze der Mensa als Lernort sehr wichtig. Ich freue mich, dass es eine breite Zustimmung zu dem Antrag gibt. Auch vonseiten der CDU sind die Zielsetzungen des Antrags ja nicht kritisiert worden. Ich glaube, wir müssen insgesamt feststellen, dass das ein Bereich ist, dem man noch viel mehr Beachtung schenken muss. Und das hängt dann immer auch mit Geld zusammen. Die Kritik der AfD an der DGE möchte ich zurückweisen. Die DGE arbeitet wissenschaftlich fundiert. Sie ist eine absolut renommierte Einrichtung. Wenn es Sie stört, dass da auch das Thema „pflanzenbasierte Ernährung" eine Rolle spielt, kann ich nur sagen: Sie führen einen ideologischen Gesinnungskampf um das Fleisch, der nichts mit Wissenschaft, nichts mit Gesundheit und auch nichts mit Klimaaspekten zu tun hat. Aber das Klima ist Ihnen bei der AfD ja sowieso egal. Insofern freue ich mich auf die Beratungen im Ausschuss und die Beschlüsse.
