Antonia Hillberg
Studieren in Niedersachsen - Attraktivität steigern, Konkurrenzfähigkeit erhalten
Anderthalb Minuten. Herr Präsident, vielen Dank. - Manchmal frage ich mich ja, wenn ich hier sitze und Ihnen zuhöre, Frau Schülke, wie das eigentlich sein muss, wenn man Menschen so sehr hasst, dass man sie dauerhaft und pausenlos gegeneinander ausspielt. Aber ich glaube, das werde ich hier nicht beantwortet bekommen. Ich möchte auf einige Dinge eingehen, die das ganz deutlich machen. Ich finde es wahnsinnig krude, hier ob das nun im Studium oder auch an anderer Stelle ist die Einforderung von guten Lern- und Ausbildungsbedingungen oder auch guten Arbeitsbedingungen als „woken Wellness-Schwachsinn" hinzustellen. Das macht es lächerlich und spricht übrigens auch gegen die gesamte Working Class an Menschen, die Sie ja scheinbar immer irgendwie zu vertreten meinen. Das zeigt aber, dass Sie das nicht tun. Auch finde ich es einen wahnsinnig spannenden Ansatz, wenn wir über Fachkräftemangel und die Zukunft junger Menschen sprechen, von „Klasse statt Masse" zu sprechen. Das finde ich ein bisschen verachtend. Es ist, glaube ich, eine wahnsinnig schlechte Lösungsstrategie. Aber das überlasse ich Ihnen. Zu guter Letzt möchte ich noch darauf eingehen, in welcher Art und Weise Sie sich abfällig über Leichte Sprache geäußert haben. Von Menschen, die grundlegend damit überfordert sind, dass Punkte, Unterstriche, Sternchen oder zwei Geschlechtsformen in der Sprache verwendet werden, ist das doch eine Hochnäsigkeit, die hier definitiv nichts zu suchen hat. Vielen Dank.
