Miriam Staudte
Vogelgrippe: Großställe in der Krise - Prävention und Resilienz verbessern
Frau Ministerin Staudte, bitteschön! Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Das Kartoffelkisten-Zitat nehme ich sehr gerne mit, wenn wir mal wieder bei den Direktvermarktern sind, Herr Moorkamp. Ich glaube, das wird dort nicht so sehr auf Zustimmung stoßen. Zu Ihrem Vorwurf, die Grünen würden sich nicht für die Tierhaltung und den Umbau interessieren: Wir sind doch die Partei, die sich für den Umbau einsetzt. Ihr Bundesminister hat gerade beim Thema Schweinehaltung gekniffen und lässt die Betriebe im Regen stehen. Ich glaube, alle Betriebe, die Geflügel halten und sich in der letzten Zeit an unserem Diversifizierungsprogramm beteiligt und umgebaut haben, senden aktuell ein Stoßgebet nach oben und danken dafür, dass die Grünen so ein Programm auf den Weg gebracht haben. Sie stellen es so dar, als wäre ein grünes Interesse nur, die Grundsituation zu verbessern. Wir haben vorhin festgestellt: Es gibt durch diese Keulung viel Tierleid. Das ist eine ethische Frage, und es ist auch eine Ressourcenfrage. Wir können doch nicht sagen: Das ist jetzt halt so. Alle paar Jahre werden hier über eine Million Tiere gekeult. All diese Tiere sind aufgezogen worden, Energie, Arbeitszeit und Futter, das vorher angebaut worden ist, sind dort reingeflossen. Das sollen wir jetzt einfach so akzeptieren und sagen, dass das immer weiter so geht? Wir müssen doch wirklich vor die Welle kommen und überlegen, wie wir resilienter werden können. Aber das scheint Sie nicht zu interessieren. Ich glaube, Sie verkennen auch die Situation. Auch die tierhaltenden Betriebe sind frustriert. Die wollen das doch auch nicht. Sie wollen auch, dass mehr zur Prävention gemacht werden kann. Deswegen müssen wir darauf unseren Fokus legen. Und das Thema Zoonosengefahr kommt noch hinzu. Keiner will, dass irgendwann Cloppenburg und Wuhan in einem Atemzug genannt werden. Wir müssen also tatsächlich genau schauen, wo wir etwas verbessern können. Die Größe der Ställe ist angesprochen worden. Natürlich hat das eine Auswirkung. Henner Schönecke, Geflügelhalter in Niedersachsen, hat, als die Eierkrise in den USA akut war, selbst gesagt: Das ist zum Teil ein selbst gemachtes Problem; denn die Ställe in den USA sind mit einer halben bis einer Million Tiere noch größer. Stellen Sie sich einmal vor, dass alle 400 000 Legehennen hätten gekeult werden müssen! Natürlich hätte das Auswirkungen auf den Eiermarkt gehabt. Die produzieren 12 Millionen Eier in einem Monat. Frau Ministerin, es gibt den Wunsch nach einer Zwischenfrage: vom Kollegen Lukas Reinken. Bitte! Vielen Dank. Sehr geehrte Frau Ministerin, vielen Dank,
