Christian Meyer
Rückbau stillgelegter Windkraftanlagen samt Fundamenten in Niedersachsen
Herr Dr. Kerzel, Herr Minister Meyer möchte antworten. Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir haben keine Erkenntnisse, dass von Fundamenten in großem Maßstab Umweltgefahren ausgehen, also etwa Schadstoffe austreten. Sie haben keine Beispiele genannt, und uns sind auch keine Fälle bekannt. Aber wenn es einen solchen Verdacht gibt, dann gehen wir natürlich jedem Einzelfall nach. Ich will einmal sagen, weil Sie es eben beim Beton angesprochen haben: Man kann die Fundamente sehr gut recyceln. Alle Bestandteile das Fundament, der Beton und der Stahl können zerkleinert werden: Wiederverwendung im Bau, Sekundärstahlgewinnung. Auch den Beton kann man, wenn man ihn zerkleinert, nutzen, damit für den Tiefbau nicht so viel Naturbeton mit Sand und Kies gemischt werden muss mein Vater war Bauarbeiter; ich weiß, wie eine Betonmischung entsteht, sondern das alte Material für die Beimischung genutzt werden kann. Das Recycling von Baustoffen ist auch eine Forderung, die die Bauwirtschaft immer wieder erhebt. Es wäre schade, wenn die Fundamente, nachdem sie zerkleinert worden sind, einfach auf eine Bauschuttdeponie kommen. Die Regierung hat eine Kommission für zirkuläres Wirtschaften eingerichtet, in der wir mit der Industrie zusammenarbeiten. Die Anlagen und auch die Fundamente enthalten wertvolle Rohstoffe, und deshalb sollte man sie, wenn man sie zurückbaut, zerkleinern, recyceln und in bestimmten Bereichen wieder benutzen. Das ist nachhaltig, und es ist immer schade, wenn etwas einfach nur auf eine Deponie kommt. Wir sollten so viel wie möglich aus diesen Fundamenten machen. Das wird beim Bau von Windrädern übrigens bereits berücksichtigt. Es ist vorgeschrieben, einen großen Anteil zu recyceln. Eine ähnliche Debatte wird ja auch über das Lithium geführt. Ich war gerade bei Europas größter Lithium-Recyclinganlage, die unser Gewerbeaufsichtsamt in Niedersachsen, in Meppen, genehmigt hat. Dort werden Autobatterien angeliefert, weil bei denen das Recycling vorgeschrieben ist. Die kommen in die Anlage rein, und hinten kommt eine Masse raus, aus der man das wertvolle Lithium wiedergewinnen kann. Dann brauchen wir es nicht aus anderen Ländern zu importieren. Für Batterien aus E-Autos ist vorgeschrieben, dass sie recycelt werden. Es ist schön, dass Europas größte Lithium-Recyclinganlage in Niedersachsen steht, betrieben von einem kleinen Unternehmen, das aber wachsen wird. Dieses Lithium kann dann auch für andere Quellen genutzt werden Uns geht es darum nicht nur bei der Energieversorgung, sondern auch bei den Rohstoffen, auch bei Fundamenten, eine Nachhaltigkeit zu haben. Deshalb ist es auch unser Ziel, den Boden nach einer Nutzung so gut wie möglich wiederherzustellen.
