Jessica Miriam Schülke
Nein zur Gendersprache an Hochschulen, Schulen und Verwaltungseinrichtungen!
Sehr geehrter Herr Präsident! <v UU>Werte Herren, werte Damen! Sprache bildet das Fundament <v UU>gesellschaftlicher Interaktion, kultureller Identität und <v UU>zwischenmenschlicher Kommunikation und kann somit als das wohl <v UU>bedeutendste Ausdrucksmittel eingestuft werden. Doch innerhalb des gegenwärtigen <v UU>Diskurses im öffentlichen Raum lässt sich eine zunehmende Radikalisierung <v UU>feststellen, die mit der erzwungenen Umformung der <v UU>deutschen Sprache einhergeht. Da bei Vertretern der Gendersprache <v UU>das biologische Geschlecht ‑ Mann und Frau ‑ nicht als evolutionäre <v UU>Normalität gilt, ist deren vordergründiges Ziel, neben den <v UU>beiden biologischen Geschlechtern zusätzlich eine Vielzahl sozial <v UU>konstruierter Geschlechtsidentitäten durchzusetzen. Erkennbar ist aber, dass nicht nur <v UU>die verschiedenen sexuellen Ausprägungen und Neigungen sprachlich <v UU>als Ausnahme von der Regel sichtbar gemacht werden, sondern eine neue <v UU>Normalität hergestellt werden soll - und zwar für alle. Wie ich am Mittwoch in meiner Rede <v UU>zur Aktuellen Stunde ausgeführt habe, ergibt es definitiv Sinn, das Thema <v UU>Gendersprache unter dem Dach des Postkolonialismus zu verorten und als <v UU>Teil eines großen umfangreichen Prozesses der gesellschaftlichen <v UU>Umwandlung zu begreifen. Denn geht man der Frage nach, wie es <v UU>zu dieser „Erziehung von oben“ kommen konnte, landet man wieder bei den <v UU>Universitäten und ihren weit verzweigten Vorfeldorganisationen <v UU>und Netzwerken. Noch schlimmer: Politik und Medien <v UU>haben diesen Auftrag zur Umerziehung der Bevölkerung übernommen. Doch Politiker werden <v UU>von den Bürgern gewählt. Das Volk ist der Souverän. <v UU>Der Respekt gegenüber dem Souverän sollte sich darin zeigen, dass die <v UU>Vertreter der politischen Exekutive den Volkswillen in ihrem Handeln <v UU>angemessen berücksichtigen. Im Kontext der sogenannten <v UU>Gendersprache ist diese Bedingung nicht erfüllt. <v UU>Denn zwei Drittel der Deutschen lehnen das Gendern ab, und fast 70 % <v UU>der Frauen halten die Gendersprache für irrelevant. Sprache manifestiert sich als ein <v UU>dynamisches Konstrukt der Sprachgemeinschaft und unterliegt <v UU>daher sowieso einem stetigen, natürlichen Wandel. Sprachliche Entwicklungspfade können <v UU>sich nur dann etablieren, wenn sie verständlich und anwendbar sind und <v UU>bei der Mehrheit einer Sprachgemeinschaft Akzeptanz finden. Sie dürfen daher nicht zu einem <v UU>Spielball wechselhafter gesellschaftlicher Strömungen werden. Die Empfehlungen des Rats für <v UU>deutsche Rechtschreibung unterstreichen zudem die <v UU>Bedeutsamkeit einer Sprache, welche zusammenführt anstatt auszugrenzen. <v UU>Überdies ist zu betonen, dass die forcierte Verwendung der sogenannten <v UU>Gendersprache mit den Gleichheitsrechten gemäß Artikel 3 <v UU>des Grundgesetzes und der Verfassung des Landes Niedersachsen nicht nur <v UU>unverträglich, sondern dieser genau gegenläufig ist. Die flächendeckende Einführung einer <v UU>gegenderten Sprache führt daher unter anderem zur Ausgrenzung von etwa <v UU>6 Millionen Angehörigen des deutschen Sprachraumes, die nicht <v UU>adäquat lesen bzw. schreiben können, führt zur <v UU>Ausgrenzung von assimilationsfähigen und integrationswilligen Migranten, <v UU>führt zur Ausgrenzung von Menschen mit Seh- bzw. <v UU>Hörbehinderungen und führt schließlich zur Ausgrenzung von all <v UU>jenen, die auf die sogenannte Leichte Sprache angewiesen sind. <v UU>Frau Kollegin Schülke, es gibt den Wunsch nach einer Zwischenfrage: von <v UU>Frau Kollegin Dr. Meyer. Wollen Sie der entsprechen? <v UU>Nein, ich möchte gerne fortfahren. Vielen Dank. <v UU>Bitte schön! Auch für das Bundesland Niedersachsen <v UU>sind daher die Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung in der <v UU>ausgeführten Weise zeitnah und vollumfänglich umzusetzen. Daher umfasst unser Antrag unter <v UU>anderem folgende Forderungen: - dass die Landesregierung sowie die ihr <v UU>nachgeordneten Institutionen und weitere öffentliche Verwaltungsorgane <v UU>auf die sogenannte Gendersprache verzichten und stattdessen nach den <v UU>Vorgaben des Rats für deutsche Rechtschreibung kommunizieren, - dass <v UU>das Kultusministerium sowie das Ministerium für Wissenschaft und <v UU>Kultur darauf hinwirken, dass alle Schulen, Hochschulen und <v UU>Universitäten auf die sogenannten Gendersprache verzichten und sich <v UU>ausschließlich an den Vorgaben des Regelwerks der deutschen <v UU>Rechtschreibung orientieren - und dass die deutsche Sprache von der <v UU>Landesregierung als unverrückbar für die kulturelle Identität Deutschlands <v UU>einzustufen ist sowie die Notwendigkeit ihrer Pflege und <v UU>Erhaltung zu unterstreichen. Ferner bitten wir die <v UU>Landesregierung, darauf hinzuwirken, dies in der Verfassung des Landes <v UU>Niedersachsen zu verankern. Werte Herren, werte Damen, die AfD <v UU>kämpft dafür, dass unsere schöne natürlich gewachsene Sprache nicht <v UU>gewaltsam zerstört wird ‑ eine der schönsten Sprachen der Welt ‑, weil <v UU>auch die deutsche Sprache nicht nur für große kulturelle, literarische <v UU>und wissenschaftliche Errungenschaften steht, sondern auch <v UU>Heimat und Identität bedeutet und weil wir als einzige wahre Opposition <v UU>diese Interessen und den Willen des Volkes vertreten. <v UU>Ich freue mich sehr auf die weiteren Beratungen im Ausschuss. <v UU>Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.
