Omid Najafi
Initiative des Landes zur Magnetschwebebahn und zu entsprechender technologischer Forschung und Industrieansiedlung
Vielen Dank, Herr Präsident. - Meine Damen und Herren! Wenn man sich einmal vorstellen solle, wie die Mobilität in 10 oder 20 Jahren aussehen werde, so sehen die meisten vor ihrem geistigen Auge autonomes Fahren, Flugtaxis und eben auch die Technik der Magnetschwebebahn. Genauso war es auch bereits vor 40 Jahren, als sich die Transrapid-Teststrecke im Emsland im Bau bzw. Ausbau befand. Schon im Jahr 1934 meldete Hermann Kemper, ein nach heutigem Verständnis Niedersachse aus Nortrup im Landkreis Osnabrück, ein Patent an mit der Nummer 643316A für eine ‑ ‑ ‑ - Herr Präsident, es ist etwas laut hier. - Okay. ‑ ‑ ‑ ein Patent an mit der Nummer 643316A für eine „Schwebebahn mit räderlosen Fahrzeugen, die mittels magnetischer Felder an eisernen Fahrschienen schwebend entlang geführt wird“. „Entlanggeführt“ wurde zu der Zeit noch auseinandergeschrieben. 1980 erfolgte im Emsland der Bau einer Teststrecke, welche bis 1987 auf 31,5 km erweitert wurde. Während die Tests auf der Strecke erfolgreich verliefen, der Transrapid stetig weiterentwickelt wurde, regte sich auf politischer Ebene bereits Widerstand gegen diese deutsche Technologie. Drucksache 12/3206 des Niedersächsischen Landtages: Eine Anfrage des Abgeordneten Jochen Haselbacher von der CDU, datiert auf den 14. Januar 1992, ließ durchblicken, dass der damalige Wirtschaftsminister der SPD, Herr Peter Fischer, aus dem Kabinett Gerhard Schröders den Transrapid als eine unnötige Konkurrenz zur Deutschen Bundesbahn sah. Von 1994 bis 2008 folgte ein politisches Tauziehen. Die Strecken Hamburg–Berlin, München-Innenstadt zum Flughafen und auch ein Projekt in Nordrhein-Westfalen ‑ bei all dem zog der Transrapid am Ende den Kürzeren, und die Lobbyisten um den Schienenverkehr der Deutschen Bahn saßen am längeren Hebel. ‑ Da ist eine Zwischenfrage. Die lasse ich zu. Nein, das tun Sie nicht. Wenn, dann lasse ich die zu, Herr Kollege Najafi.
