Miriam Staudte
Afrikanische Schweinepest auf dem Vormarsch: Wie gut ist Niedersachen auf einen möglichen Ausbruch vorbereitet?
Bitte, Frau Ministerin Staudte! Sie haben das Wort. Vielen Dank, Frau Präsidentin. - Wie gesagt, das ist keine Seuchenfallübung solche Übungen kennen wir ja schon, sondern eine mehrtägige Übung, mit der die Abläufe zwischen den Behörden und den Wirtschaftsbeteiligten der Schlachtungs-, der Verarbeitungs- und der Vermarktungswirtschaft getestet werden. Sie alle haben ihre Teilnahme zugesagt. Das freut mich sehr. Dabei geht es um ganz konkrete Dinge: Es geht um die Ermittlung der anfallenden Warenmengen, also an Fleisch, aber zum Beispiel auch an tierischen Nebenprodukten; auch sie müssen beachtet werden. Ferner geht es um eine Übersicht über die entstehenden Warenströme, um die Anwendung von Handbüchern, Konzepten und QM-Dokumenten sowie um den Umgang mit Anträgen, Genehmigungen und gegebenenfalls Veterinärbescheinigungen. Es geht um die Themen Rückverfolgbarkeit, Kennzeichnung, Lieferscheine und Warensysteme. Aber vor allem geht es auch um die Kommunikation zwischen den Behörden und den Wirtschaftsbeteiligten, aber auch um die Kommunikation der Behörden nach außen und der Wirtschaftsbeteiligten nach außen. Das alles wird sozusagen durchgespielt, um dann auch Schwachstellen herausarbeiten zu können. Ich glaube, sehr viele andere Bundesländer gucken schon ganz interessiert nach Niedersachsen. Sie wollen wissen, was dabei herauskommt. Wir stehen ja auch vor der Herausforderung, dass gerade die Verarbeitung und die Vermarktung normalerweise nicht an den Grenzen des Bundeslands Halt machen, sondern übergreifend erfolgen. Deswegen sind auch die Kooperation und die Abstimmung, was das angeht, unglaublich wichtig, damit nicht das eine Veterinäramt anders handelt als ein anderes.
