Alfred Dannenberg
Auftritt der Landestierschutzbeauftragten bei einer SPD-Veranstaltung mit Plakat der Organisation Street Team PetaZwei und Aussage "Jagd ist Mord": Wie steht die Landesregierung zu Jägern und Anglern?
Ich verlese die Dringliche Anfrage der AfD-Fraktion: „Auftritt der Landestierschutzbeauftragten bei einer SPD-Veranstaltung mit Plakat der Organisation Streetteam PETA ZWEI und Aussage ‚Jagd ist Mord‘: Wie steht die Landesregierung zu Jägern und Anglern?“ Am 1. Juli 2023 veranstaltete der Arbeitskreis „Tierschutz“ der SPD im Bezirk Hannover in Hannover am Kröpcke einen „Tag der Tiere“. Der Begrüßungsredner sagte an Jäger, Angler und ihre Verbände gerichtet, sie nutzten den Begriff „Naturschutz“ nur als Alibi für ihre schlimmen Ziele, sie verträten eine „Erziehung zur Missachtung von Lebewesen“ und sie begingen an den Tieren „Mord“. Im direkten Anschluss an diese Begrüßung hielt die niedersächsische Landestierschutz- beauftragte ein Grußwort. Sie äußerte sich ausdrücklich als Mitglied der Landesregierung. An ihren Vorredner gerichtet, sagte sie: „Vielen Dank für deine einleitenden Worte. Die waren ja so feurig und engagiert, dass ich da ja fast kaum mehr was ergänzen kann in diese Richtung“. Die Landestierschutzbeauftragte stand dabei nahe dem oben genannten Plakat mit der Aufschrift „Jagd ist Mord“. Dies vorausgeschickt, fragen wir die Landesregierung: 1. Vertritt die Landesregierung den Standpunkt, dass Jäger und Angler „Mörder“ sind? 2. Distanziert die Landesregierung sich vom Auftritt der Landestierschutzbeauftragten, die nach Berichten von Teilnehmern der Zuschreibung, Jäger und Angler seien Mörder, nicht entgegentrat, sondern zu der vom Vorredner getätigten Aussage „ein anderer Begriff als Mord fällt mir dazu nicht ein“ sagte: „Die (Worte) waren ja so feurig und engagiert, dass ich da ja fast kaum mehr was ergänzen kann in diese Richtung“? Dritte Frage. Welchen Wert misst die Landesregierung dem Wirken von Jäger- und Anglerschaft ‑ beides jeweils anerkannte Naturschutzverbände bei? Vielen Dank. Für die Landesregierung begibt sich zum Redepult Ministerin Miriam Staudte.
