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Miriam Staudte

25.06.2025 3:24 min Tagungsabschnitte 19/26

Gemeinschaftsverpflegung in Kitas, Schulen, Senioreneinrichtungen und Kantinen stärken - DGE-Standards verbindlich umsetzen

Frau Staudte, bitte! Sie haben das Wort. Vielen Dank. - Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Ich bedanke mich ganz ausdrücklich für den Antrag von SPD und Grünen zu dem wichtigen Thema Ernährung. Ich habe mir berichten lassen, dass die Ausschussanhörung wirklich intensiv war. Der Saal war so voll, dass nicht alle Platz gefunden haben. Aber was sagt uns das? Dass die Menschen sich dafür interessieren, dass sie sich dafür einsetzen, dass die Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung in den Kitas, Schulen, Senioreneinrichtungen etc. besser wird. Ich finde es wirklich sehr, sehr schade, dass bei so einem wichtigen Thema heute kein Konsens erreicht werden kann, obwohl teilweise auch auf Ihre Belange eingegangen worden ist. Ich glaube, wir stehen in Niedersachsen mit unseren Aktivitäten im Ländervergleich grundsätzlich ganz gut da. Wir haben die drei Vernetzungsstellen für die Bereiche Kita, Schule und Senioren, die durch die finanzielle Unterstützung jetzt weiter abgesichert werden können. Wir haben das Ernährungsteam der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Und wir haben die DGE, die schon angesprochen worden ist und die im Übrigen keine grüne Vorfeldorganisation ist ‑ es gibt sie seit 1953. Sie arbeitet wissenschaftsbasiert, und sie entwickelt ihre Empfehlungen weiter. Es tut mir leid, dass vielleicht nicht allen im Haus immer passt und schmeckt, was empfohlen wird. Aber die Empfehlungen orientieren sich am Thema Gesundheit, am Thema Klimaschutz, am Thema Auswirkungen unserer Ernährung etc. Sie sind fachlich basiert, wissenschaftsbasiert und richtig und wichtig. Ich weiß, die Gemeinschaftsverpflegung ist ein hochkomplexes Thema. Schulträger, Kultusministerium, Landesschulbehörden, Lehrerschaft, Eltern und natürlich Schülerinnen und Schüler - alle sind involviert. Ich finde es gut, dass wir jetzt mit diesem Ansatz, Modellprojekte zu entwickeln, voranschreiten, dass wir Erfahrungen sammeln, wie wir die Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung auch hinsichtlich des Bildungsauftrags verbessern können. Ich würde mich freuen, wenn Sie noch mal in sich gingen und diese Projekte insgesamt unterstützten. Ich glaube, bei Ihnen vor Ort wird sehr genau verfolgt werden, wie die Erfahrungen sind. Und ich würde mich natürlich auch freuen, wenn wir von einer Diskussion um Freiwilligkeit wegkämen. Wir brauchen gute Angebote. Freiwilligkeit bedeutet letztlich, dass wir uns damit abfinden sollen, dass manche Kinder ohne Schulbrot in die Schule kommen, dass dann in der Mittagspause eine Chipstüte am Kiosk gekauft wird. Das kann nicht die Zukunft sein. Informieren Sie sich über den Ernährungszustand, die Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen! Das ist ein hoch dringliches Thema. Ich bedanke mich bei allen, die sich insbesondere im ehrenamtlichen Bereich für dieses Thema einsetzen, von den Landfrauen bis zu den Ernährungsräten, und wünsche mir einfach ein paar mehr gemeinsame Signale. Vielen Dank.

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