Miriam Staudte
Blauzungenkrankheit, Afrikanische Schweinepest, Aviäre Influenza & Co.: Eine faire Lastenverteilung beim Ausbruch von Tierseuchen sicherstellen
Vielen Dank. - Herr Präsident! Grundsätzlich gilt, dass wir in Niedersachsen tatsächlich gut aufgestellt sind, was die Seuchenbekämpfung betrifft, weil wir in Niedersachsen leider viel Erfahrung mit der Thematik haben. Auch die grundsätzlichen Regelungen der Tierseuchenkasse, finde ich, sind gut und abgewogen. Es gibt Anreize dafür, auf jeden Fall zu melden. Wenn man eine Tierseuche im Bestand hat und Tiere gekeult werden müssen, dann gibt es auch Entschädigungen. Aber wo bei Tierseuchen Prävention betrieben werden kann, muss natürlich auch diese angereizt werden. Insofern finde ich es richtig, dass wir das System nicht grundsätzlich wandeln, sondern an ihm festhalten. Ich glaube, gerade bei der Blauzungenkrankheit haben wir in Niedersachsen wirklich alles gemacht, was ging. Wir haben uns bei der Bundesebene immer für die Verfügbarkeit der Impfstoffe eingesetzt und geschaut, dass es keine Lücken bei den Zulassungen gibt. Wir haben auch immer wieder aufgeklärt und appelliert, dass wirklich geimpft werden muss. Wenn dann Impfstoffe verfügbar sind, muss man natürlich auch schauen, dass die Förderungen wieder abgeschmolzen werden. Ich finde, wir können, was die Schafe angeht, mit den Impfquoten sehr zufrieden sein. Bei der Rinderhaltung liegen wir noch knapp unter 50% . Da können wir einfach nur appellieren: Sie müssen impfen; ansonsten gibt es Verluste oder starke Leistungseinbrüche. Ich würde Sie bitten, das an Ihre Tierhalterinnen und Tierhalter weiterzutragen. Ich finde, wir haben gut aufgeklärt. Wir hatten Videokonferenzen angeboten und über 500 Teilnehmende. Ich glaube, darunter waren auch wirklich viele Multiplikatoren. Beim Thema ASP und Restriktionen haben wir wirklich noch ein Riesenproblem. Hier die Bitte in Richtung CDU, sich an den Bundesagrarminister zu wenden. Ich glaube, er hat als Bayer mit der Thematik noch nicht so viel zu tun gehabt. Ich habe ihn schon darauf angesprochen. Bitte unterstützen Sie uns! Sie wissen alle: Wir müssen es schaffen, dass die gesunden Tiere leichter vermarktet werden können. Ansonsten wird dieses Damoklesschwert weiter über der Branche hängen und Investitionen, auch Umbaumaßnahmen für Tierwohlställe, behindern. Ich hoffe sehr, dass wir hier weiter an einem Strang ziehen. Danke schön.
