Kirsikka Lansmann
Entwicklungsmöglichkeiten durch mehr Freiräume - Schulen zukunftsfähig aufstellen, Beteiligte entlasten
Sehr geehrter Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Ramdor, Sie sagten ja, wir kümmern uns nicht um die wichtigen Sachen. Ich will einmal einwerfen: Gerade ist das Startchancen-Programm gestartet. Da sind ja auch viele Mittel drin, um genau diesen Schulen ‑ ‑ ‑ Ja. Aber es wird genau da auch einen ‑ ‑ ‑ Ja, man muss es aber einfach sagen, weil es genau dahin gehen soll, wo zum Beispiel auch viel Gewalt ist. Nur einmal als Anmerkung dazu, dass man sich nicht darum kümmere. Das stimmt nämlich so nicht. Freiräume an Schulen wirken für viele immer sehr trivial und als nettes „nice to have“. Aber das ist es definitiv nicht. Jedes Elternteil weiß genau, wie dynamisch sich unsere Kinder entwickeln und auch, wie unterschiedlich die Kompetenzen in verschiedenen Bereichen ausgeprägt sein können. Und da, wo viele Kinder und Jugendliche zusammenkommen, sind auch viele Stärken und sind die Herausforderungen besonders vielfältig. Und das ist keineswegs etwas Schlechtes, ganz im Gegenteil! Miteinander und voneinander zu lernen, ist besonders in der aktuellen Zeit wichtiger denn je. Unsere Gesellschaft befindet sich im stetigen Wandel, und die Herausforderungen, die unsere Schulen meistern müssen, sind vielfältig und komplex. Dabei geht es nicht nur um die Beschulung. Unsere Schulen sind mehr als reine Lernorte. Sie sind Räume der persönlichen Entwicklung und des sozialen Miteinanders. Dabei hat jede von ihnen ihr eigenes ganz spezielles Profil. Nur wenn wir ihnen den Gestaltungsspielraum geben, können die Potenziale und das Miteinander der Schülerinnen und Schüler bestmöglich gefördert werden. Viele Schulen wünschen sich mehr Eigenverantwortung. Dem möchten wir nachkommen. Wir wollen ihnen die Freiräume bieten, die sie brauchen. Der vorliegende Antrag zur Stärkung der Freiräume ist daher nicht nur ein notwendiger Schritt, sondern auch eine Chance, unsere Bildungseinrichtungen zukunftsfähig aufzustellen und alle Beteiligten zu entlasten. Liebe CDU, Sie sind doch sonst immer Freunde von Fördern und Fordern. Das haben wir eben auch noch mal bei Frau Ramdor gehört. Und das ist mit dem Freiraum tatsächlich viel besser möglich. Wir alle sind verschieden und können Dinge zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Die Kinder, die eine Aufgabe schneller verstehen, können schon vorarbeiten. Und Kinder, die für ein Thema etwas länger brauchen, sollen dafür auch diese Zeit bekommen. Natürlich müssen Kinder zum Ende der Schulzeit gewisse Kompetenzen haben. Dies bedeutet aber nicht, dass alle im gleichen Takt lernen müssen. Dies frustriert nur, denn manchmal dauert es eben ein wenig länger, bis der Knoten platzt - und das ist völlig in Ordnung. So viel zum Abschaffen des Leistungsgedankens. Frau Kollegin Lansmann, lassen Sie eine Zwischenfrage der Abgeordneten Ramdor zu? Ja. Bitte schön, Frau Ramdor! Vielen Dank, Frau Lansmann. - Wo Sie gerade die Freiräume und auch die Entwicklung gelobt haben: Lassen Sie bei den Schulen auch die
