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Uwe Dorendorf

CDU 22.05.2025 4:12 min Tagungsabschnitte 19/25

Für Artenschutz und Biodiversität: Einführung eines "Bodenbrüterbonus" zur Intensivierung des Prädatorenmanagements

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Schutz unserer heimischen Tierwelt, insbesondere der bedrohten Bodenbrüter, ist ein zentrales Anliegen, das uns alle eint. Arten wie Kiebitz, Feldlerche und Rebhuhn gehören seit Jahrhunderten zu unserer Kulturlandschaft. Doch ihre Bestände sind in den letzten Jahrzehnten vielerorts zurückgegangen. Die Gründe für diese Entwicklung sind komplex. Es ist ein Zusammenspiel vieler Faktoren: Veränderungen in der Nutzung und Struktur unserer Landschaften, klimatische Einflüsse, fehlende Rückzugsräume und auch der zunehmende Prädationsdruck. Besonders Bodenbrüter leiden unter Verlusten durch Beutegreifer, darunter auch invasive Arten wie Waschbär und Marderhund, aber ebenso heimische Arten wie der Fuchs. Nicht zuletzt spielen auch streunende Hauskatzen eine ernst zu nehmende Rolle, wie verschiedene Erfahrungen aus dem Artenschutz zeigen. Wir von der CDU-Fraktion haben uns mit dieser Thematik intensiv beschäftigt. - Dass gerade du das sagst, lieber Detlev Schulz-Hendel. - Ja, du hast mit Jagd eine Menge zu tun, das weiß ich. Du jagst etwas hinterher, dem wir nicht hinterherjagen wollen. Gerade mit Blick auf Hauskatzen und ihre Auswirkung auf Wiesenvogelbestände bestehen aus unserer Sicht ernst zu nehmende Herausforderungen, denen mit entsprechenden Maßnahmen begegnet werden muss. - Auf keinen Fall. Als Jäger kenne ich die Praxis vor Ort. - Das war ja auf Jagd bezogen, ganz klar! - Was Sie da hineininterpretieren, ist Ihnen überlassen. - Ja. - Danke schön. Ich weiß, wie engagiert die Jäger in Niedersachsen agieren, und das mit großem Verantwortungsbewusstsein für Natur und Artenvielfalt. Nicht umsonst ist die Landesjägerschaft ein anerkannter Naturschutzverband. Die beachtlichen Streckenzahlen im Bereich der Prädatorenregulierung sprechen ebenfalls für sich. Unsere Jäger wissen, was in ihren Revieren zu tun ist. Sie brauchen deshalb keine kleinteilige Lenkung durch staatliche Anreizsysteme. Daher stellen wir uns auch die Frage zur praktischen Umsetzbarkeit der vorgeschlagenen Bonusregelung. Wie genau soll der Abschuss nachgewiesen werden? Das in anderen Zusammenhängen verwendete Modell wie etwa die Vorlage einer Nutriarute bzw. eines Nutriaschwanzes ist auf viele Raubwildarten schlicht nicht übertragbar. Zudem muss das Fell intakt bleiben, um es im Sinne einer ressourcenschonenden und vollständigen Verwertung nutzen zu können. Jede Prämienregelung bedeutet außerdem auch zusätzlichen Verwaltungsaufwand, bei dem das Verhältnis zum Nutzen nicht außer Acht gelassen werden darf. Lassen Sie mich an dieser Stelle betonen: Der Schutz der Bodenbrüter ist wichtig. Aber es besteht hier kein etwa mit der Afrikanischen Schweinepest vergleichbarer Handlungsdruck. Dort geht es um die Eindämmung einer hoch ansteckenden Tierseuche mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen. In solchen Fällen kann eine finanzielle Anreizregelung kurzfristig sinnvoll sein. Bei dem Thema Arten- und Naturschutz hingegen braucht es langfristige, differenzierte Lösungen. Ein Punkt ist uns besonders wichtig: Eine Abschussprämie, so gut gemeint sie auch sein mag, kann niemals alleiniger Lösungsansatz sein. Wer den Rückgang der Bodenbrüter wirksam bekämpfen will, muss auf ein breites Maßnahmenbündel setzen: Lebensräume sichern, Rückzugsflächen schaffen, praxistaugliche Schutzmaßnahmen etablieren und dabei die Jägerschaft, die Landwirtschaft und den Naturschutz partnerschaftlich einbinden. Wir begrüßen daher, dass das Thema nun im zuständigen Ausschuss weiterberaten wird. Dort wird es die Möglichkeit geben, gemeinsam mit Fachleuten zu prüfen, welche Ansätze wirklich zielführend sind - fachlich fundiert, praxistauglich und mit Augenmaß. Waidmannsheil und vielen Dank. Herr Dorendorf, auch auf Ihren Beitrag gibt es eine

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