Jörn Domeier
Repair-Cafés fördern - Verbraucherschutz stärken
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Frau Bode hat es richtig gesagt: Es gibt ein Repair-Café in Helmstedt, in der Begegnungsstätte der AWO. Es gibt allerdings noch ein weiteres in Zusammenarbeit der DRK, und weil wir Flächenlandkreis sind, darüber hinaus weitere in anderen Orten. Als Ihr Wahlkreisabgeordneter sage ich Ihnen das gerne: Die schauen wir uns auch gerne gemeinsam mal an. Und das ist richtig so! Denn so vielfältig und so bunt, wie Niedersachsen ist, so ist es auch die Struktur der Repair-Cafés. Man braucht nicht nur eines an einem Ort, sondern in ganz vielen Ortschaften ist das gut. Osnabrück, das konnte ich eben gerade von den Kollegen Henning und Bajus erfahren, hat zum Beispiel 20 dieser Einrichtungen, alle mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Dafür benötigt es auch gar nicht viel: In erster Linie natürlich engagierte Menschen, selbstverständlich auch Know-how mein handwerkliches Geschick würde wenig helfen und natürlich Platz und Starthilfe. Diese Starthilfe wollen wir mitgeben. Als wir die politische Liste dankenswerterweise mit 400 000 Euro bestücken konnten, war uns natürlich klar, dass wir keine Stellen oder Ähnliches schaffen, sondern ganz konkrete Hilfe: typisch Niedersachsen, so unbürokratisch wie möglich, schneller, einfacher, damit das Geld dort eben ankommt. Und das hat geklappt! Die Projektkosten werden nämlich gemäß der Richtlinie das ML war so schnell, dass es sogar schon veröffentlicht hat, wie es sich das vorstellt zu 100 % getragen. Ohne Vergabeverfahren! Solche Punkte machen das schnell und gut - zum Beispiel für Spezialwerkzeug, das man immer wieder gebrauchen kann. Dieser Antrag ist also topaktuell. Wir brauchen ihn. Er ist ein Baustein dafür, um die Gesellschaft dichter zusammenzuhalten, dass wir wieder Formen und Formate finden, die einfach möglich sind. In dem Beispiel mit der Kirche wird nebenbei auch gekocht. Die Menschen kommen zusammen. Wenn ich an die Kaffeemühle meiner alten Oma denke sie war zu arm, um es sich leisten zu können, Sachen zweimal zu kaufen; sie hatte nicht die Möglichkeiten: Dieses Ding nutze ich nicht nur täglich, sondern halte es auch in Ehren. Und weil ich es nicht selber reparieren kann, werde ich immer dankbar für solche Hilfe sein. Die Handwerksfirmen bei mir, auch die Handwerkskammer, unterstützen das sogar. Die sagen: Wir haben erstens gar nicht mehr die Ausbildung und zweitens auch nicht die zeitlichen Ressourcen, um uns um solche alten, schönen Stücke zu kümmern. Sie unterstützen mit Werkzeug und mit anderen Dingen. Aber für Spezialwerkzeug braucht es manchmal Geld. Die Richtlinie vom ML hilft genau da und ist fantastisch. Und diese Form des Miteinanders, Orte zu finden, Begegnungsmöglichkeiten zu haben, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken, ist einfach richtig! Und dafür gibt es selbstverständlich nicht nur eine Maßnahme, dafür gibt es viele Bausteine. Einen haben Sie gerade vor sich. Und ich würde mich freuen, wenn wir das einstimmig unterstützen können und Sie zustimmen. Vielen Dank. Herzlichen Dank, Herr Domeier. - Die nächste Wortmeldung kommt
